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10.01.2006

09:52 Uhr

Offene Fragen kurz vor Beginn der Spiele

Licht und Schatten im Wechsel

Nach anfänglichen Schwierigkeiten in Organisation und Durchführung der olympischen Spiele scheinen die Organisatoren und Veranstaltungsstätten gewabnet für ihre Spiele. Aber immer wieder treten neue Probleme auf. Kommt man kurz vor der Ziellinie doch noch ins straucheln?

Alberto Tomba darf die olympische Flamme entzünden. Foto: dpa

Alberto Tomba darf die olympische Flamme entzünden. Foto: dpa

HB TURIN. "30 Tage vor den Olympischen Spielen haben wir schon eine Medaille gewonnen", jubelt Mario Pescante, der ewig optimistische Olympia-Beauftragte der italienischen Regierung. 40 Staats-und Regierungschefs seien zur feierlichen Eröffnung am 10. Februar in Turin angemeldet, so viele wie noch nie bei Olympischen Winterspielen. UN-Generalsekretär Kofi Annan sei angesagt, auch Bundespräsident Hörst Köhler und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Und wenn es auch offiziell noch als Geheimnis gehütet wird, gilt es unter Insidern schon als ausgemacht: Die Olympische Flamme wird "Goldjunge" Alberto Tomba ("Tomba la bomba") entzünden.

Soweit die positiven Aspekte, 30 Tage vor dem großen Tag. Aber auch die Schattenseiten, die Unwägbarkeiten und Sorgen werden derzeit in Italien mit erstaunlicher Offenheit angesprochen: Just am Tage der Eröffnungsfeier ist bei der staatlichen Fluglinie Alitalia ein Streik des Bodenpersonals angesagt - die Folgen wären kaum kalkulierbar.

Dann sind da die Demonstranten gegen die geplante Hochgeschwindigkeits-Bahnlinie Lyon-Turin: Könnten die seit Wochen andauernden Proteste die Spiele stören? Dann läuft der Kartenvorverkauf derzeit nur schleppend, der leidige Doping-Streit zwischen Internationalem Olympischen Komitee (IOC) und italienischem Staat schwelt weiter - und auch das Gerangel ums Geld ist noch immer nicht endgültig ad acta gelegt. "Italienische Verhältnisse" also?

"Turin ist kurz vor der Ziellinie", meldet "La Gazzetta dello Sport" am Dienstag nicht ohne Stolz. Zweifellos, die Industriestadt Turin, gemeinsam mit ihrem größten Brötchengeber Fiat seit Jahren in schwerer Krise, hat sich gut vorbereitet. Die meisten Sportstätten sind schon getestet, die neue große Eishockeyhalle "Pala Isozaki" - außen glänzender Stahl, innen hell und luftig, ausgelegt für 12 000 Zuschauer - ist bei ersten Spielen auf volle Zufriedenheit gestoßen. In Sestriere, Pragelato und Bardonecchia in den Bergen, wo die alpinen und nordischen Skirennen sowie Bob- und Rodelwettbewerbe stattfinden, liegt bereits eine geschlossene Schneedecke. "Und die Schneekanonen stehen natürlich bereit", wie ein Helfer meint.

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