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09.05.2016

18:09 Uhr

Olympia 2016

Rivaldo rät von Reise nach Rio ab

Nach dem Mord an einer 17-Jährigen warnt Fußball-Weltmeister Rivaldo vor einem Besuch der Olympischen Spielen in Rio. Die offiziellen Zahlen zur Gewalt in Rio de Janeiro lassen allerdings eine andere Interpretation zu.

Der ehemalige Weltfußballer des Jahres Rivaldo warnt davor, zu den Olympischen Spielen nach Rio zu reise. Es bestehe Lebensgefahr. dpa

Lebensgefahr in Rio

Der ehemalige Weltfußballer des Jahres Rivaldo warnt davor, zu den Olympischen Spielen nach Rio zu reise. Es bestehe Lebensgefahr.

Rio de JaneiroBrasiliens Fußball-Weltmeister Rivaldo (44) hat nach einem Mord an einer 17-Jährigen eindringlich von einer Reise zu den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro abgeraten. „Es wird immer schlimmer in Brasilien“, schrieb er zu einem Bild des Opfers auf seiner Instagram-Seite. „Ich rate allen, die die Absicht haben, Brasilien zu besuchen oder zu den Olympischen Spielen in Rio zu kommen, dass sie in ihrem Heimatland bleiben.“ Er fügte hinzu: „Hier könntet Ihr in Lebensgefahr geraten.“ Rivaldo wurde 2002 durch ein 2:0 im Endspiel gegen Deutschland Weltmeister, 1999 wurde er Weltfußballer, die erfolgreichsten Jahre hatte er beim FC Barcelona.

Die junge Frau wurde erschossen, als bewaffnete Männer im Norden Rios am Samstag das Auto der Familie stoppten und es raubten. Am Steuer saß der Stiefvater des Mädchen, er überlebte ebenso wie eine kleine Schwester. In der betreffenden Region namens Del Castilho, die nur vier Kilometer vom olympischen Leichtathletikstadion entfernt liegt, sei die Zahl bewaffneter Raubüberfälle auf Autos in den ersten drei Monaten um 48 Prozent auf 199 gestiegen, berichtete das Portal „O Globo“. Allerdings lässt sich daraus kein genereller Trend ableiten.

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Die Mordrate in der Olympia-Stadt sank 2015 mit insgesamt 1202 Toten laut offiziellen Angaben auf den niedrigsten Stand seit Beginn einer systematischen Erfassung vor 25 Jahren. Die ersten Olympischen Spiele in Südamerika finden vom 5. bis zum 21. August statt und sollen von bis zu 85 000 Sicherheitskräften geschützt werden. Es werden mehr als 10 000 Sportler und mehrere Millionen Besucher zu den Wettkämpfen erwartet.

Von

dpa

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