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06.07.2011

11:39 Uhr

Olympia-Bewerber

München, Pyeongchang, Annecy - die Kandidaten im Portrait

Der Countdown läuft: In Durban entscheidet heute am frühen Abend das IOC, welche Stadt die Olympischen Winterspiele 2018 austrägt. Mit welchen Konzepten und Fakten die drei Kandidaten ins Rennen gehen.

Die ehemalige Eiskunstläuferin Kati Witt hat den Vorsitz im Kuratorium der Bewerbungsgesellschaft "München 2018". Quelle: dapd

Die ehemalige Eiskunstläuferin Kati Witt hat den Vorsitz im Kuratorium der Bewerbungsgesellschaft "München 2018".

München hat in den vergangenen Wochen und Monaten kräftig aufgeholt. Bei der technischen Präsentation Mitte Mai in Lausanne zeigte sich das Bewerberteam um Präsentations-Chefin Katarina Witt von ihrer besten Seite. Das Magazin „Around the Rings“ sieht München inzwischen sogar in der Favoritenstellung. Zu den Stärken der Münchner Bewerbung zählt das Konzept, welches auf vor allem auf die ökonomische Nachhaltigkeit setzt.

München

Motto

Unter dem Motto "Fest der Freundschaft" möchte München die Olympischen Winterspiele 2018 austragen.

Einwohnerzahl

82 Millionen Menschen leben in Deutschland, davon 12,6 Millionen im Freistaat Bayern. Allein in München wohnen 1,4 Millionen.

Etats

München hat mti 1,52 Milliarden Dollar für die Organisation den geringsten Etat. 541 Millionen Dollar sind davon IOC-Garantie. Hinzu kommen 1,86 Milliarden Dollar für Investitionen.

Konzept

Sämtliche Eiswettbewerbe sollen in München ausgetragen werden, die Schneewettbewerbe in Garmisch-Partenkirchen und die Kufenwettbewerbe am Königssee.

Wettkampfstätten

Sieben Wettkampfstätten bestehen bereits. Im Falle eines Wahlsiegs würden sechs neue errichtet werden - vier davon nur temporär.

Olympische Dörfer

Insgesamt soll es drei Olympische Dörfer geben - in München, Garmisch-Partenkirchen und am Königssee. 80 Prozent der Sportler erreichen ihre Wettkampfstätten in weniger als zehn Minuten. Der Rest braucht keine halbe Stunde.

Transport

Weitestgehend besteht bereits ein gutes System aus Bahnen und Straßen. Gleichzeitig verfügt die Stadt über Flughafennähe. An Verkehrsinvestitionen würden 741 Millionen Dollar anfallen.

Eintrittskarten

Insgesamt wird mit 1,7 Millionen verkauften Tickets kalkuliert (89 Prozent). Die Preise bei der Eröffnung schwanken zwischen 146 bis 925 Dollar. Bei den Normalwettbewerben kann man Tickets für 21 bis 160 Dollar bekommen und für die Prime-Wettbewerbe sollen 46 bis 593 Dollar bezahlt werden.

Zustimmung

60 Prozent der Münchner stehen den Winterspielen in der eigenen Stadt positiv gegenüber. In Bayern sind es 53 und deutschlandweit 56 Prozent.

Bewertung

Insgesamt ist das Konzept mit München, Garmisch-Partenkirchen und Königssee kompakt. Dabei können viele bestehende Wettkampfstätten genutzt werden.

Besondere Stärken

Für München spricht die Erfahrung im Veranstalten von Großereignissen. Auch kann die olympische Infrastruktur von 1972 genutzt werden. Positiv ist auch die ökologische Nachhaltigkeit sowie der große Sponsorenmarkt.

Schwäche

Münchens Manko ist die geringe Zustimmungsrate in der Bevölkerung. Allerdings ist diese im vergangenen halben Jahr gewachsen. Vor wenigen Tagen vermeldete das Meinungsforschungsinstitut Info aus Berlin sogar eine deutschlandweite Zustimmung von 78 Prozent für die Spiele.

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