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17.10.2012

20:46 Uhr

Olympia-Bewerbung

Christian Ude kündigt Bürgerentscheid an

Neuer Anlauf für olympische Winterspiele in München: Oberbürgermeister Ude hat für November 2013 einen Bürgerentscheid angekündigt. Der Initiative „München Pro22“ ist das zu spät.

Am Mittwoch kündigte Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD, rechts) einen Bürgerentscheid zur erneuten Olympia-Bewerbung an. dpa

Am Mittwoch kündigte Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD, rechts) einen Bürgerentscheid zur erneuten Olympia-Bewerbung an.

MünchenIn München ist ein Streit über ein Bürgerbegehren zur Olympia-Bewerbung für die Winterspiele 2022 entbrannt. Am Mittwoch kündigte Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) für den 10. November 2013 einen Bürgerentscheid zu dem strittigen Thema an. „Bei einem zweiten Anlauf wird es selbstverständlich einen Bürgerentscheid geben“, sagte der 64-Jährige dem Bayerischen Rundfunk.

Viel Zeit für eine Bewerbung bleibt danach allerdings nicht mehr. Bis zum 14. November, nur vier Tage nach dem angekündigten Termin, müssen alle Kandidatenstädte ihre Bewerbungsunterlagen beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) eingereicht haben. Ude hatte bislang einen Bürgerentscheid abgelehnt - jedenfalls einen frühen, wie ihn die Befürworter bei der CSU wollen.

Die Bürgerinitiative „München Pro22“ hält von einem Termin im November wenig. „Dieser Zeitpunkt ist zu spät“, kritisierte Initiator und CSU-Stadtrat Mario Schmidbauer bei einer Pressekonferenz im Münchner Rathauskeller am Mittwoch. „Das ist eine Hinhaltetaktik. Da will man den Bürger ruhigstellen.“

Ein einziger Verfahrensfehler würde reichen - und die Frist wäre abgelaufen. „Wenn da nur eine Beschwerde reinkommt, ist es vorbei“, sagte Schmidbauer. Ministerpräsident Horst Seehofer stellte unterdessen klar, dass er „eindeutig“ für einen Bürgerentscheid sei. „Olympische Spiele können nicht gelingen, wenn sie nicht die Bevölkerung trägt.“ Zum Termin nahm Seehofer nicht Stellung.

Die Initiatoren wollen das Bürgerbegehren über die zweite Olympia-Bewerbung nach der Pleite im vergangenen Jahr deshalb schon bis zum Frühjahr auf den Weg bringen. Dazu brauchen sie rund 35 000 Unterschriften, die sie bis zum 15. Januar zusammen haben wollen.

Kommentare (1)

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BremsenichtfuerDeppen

18.10.2012, 13:08 Uhr

tja. ein richtiges A........ der Ude. Für überflüssige Olympiabewerbungen sinnlos Millionen zum Fenster rausschmeissen und dafür Kindergärten und -horte in besseren Baracken unterbringen ...
das ist ganz großes Kino, aber mit Olympia können sich derartige Schwachmaten ja viel besser profilieren als mit den Basics des politischen Tagesgeschäfts
zum Teufel sollte man das Politgesindel jagen, nichts als rückgratlose Versager

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