Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.01.2011

23:16 Uhr

Olympia IOC

Konflikt um Olympia-Stadion: Fußballer gegen IOC

Nach dem Konfikt zwischen dem Fußball-Weltverband Fifa und dem IOC wegen einer möglichen Verlegung der WM 2022 in Katar gibt es nun offenbar den nächsten Krisenherd.

Nächster Konflikt zwischen Fifa und IOC. Foto: SID Images/publicaddress SID

Nächster Konflikt zwischen Fifa und IOC. Foto: SID Images/publicaddress

Irgendwie sind sich Fußballer und Internationales Olympisches Komitee (IOC) derzeit nicht grün. Nach dem Konfikt zwischen dem Fußball-Weltverband Fifa und dem IOC wegen einer möglichen Verlegung der Fußball-WM 2022 in Katar in den Winter und damit zeitlich zu nah an den Winterspielen gibt es nun offenbar den nächsten Krisenherd. Der englische Premier-League-Klub Tottenham Hotspur möchte das Olympia-Stadion nach den Sommerspielen 2012 in London nicht länger als Leichtathletik-Arena sehen. Und deshalb müsse auch die Tartanbahn wieder verschwinden, schließlich solle das Stadion Heimat der Fußballer sein.

Auslöser des sich anbahnenden Streits waren entsprechende Aussagen von Frankie Fredericks. "Aus meiner Sicht wäre es wünschenswert, wenn die Laufbahn im Olympia-Stadion von London bleibt", sagte der ehemalige Weltklasse-Athlet und heutige Sprecher der IOC-Athletenkommission. Für ihn selbst sei es jedes Mal ein spezieller Moment gewesen, wenn er nach Stuttgart zurückgekehrt und das Stadion abgegangen sei, wo er 1993 WM-Gold über 200 m gewann. Doch inzwischen ist nach einem Umbau auch dort die Laufbahn verschwunden.

Nach Atlanta ins Olympia-Stadion sei er noch nie zurückgekehrt, "weil die Laufbahn sofort weg war", sagte Fredericks: "Dort ist ein Gefühl der Leere, du kannst deinen Kindern nicht mehr zeigen, wo du um Medaillen gekämpft hast."

Mit seiner Ansicht stößt Fredericks im Fußball-Mutterland allerdings auf wenig Gegenliebe. Die meisten Briten sind überzeugt, dass eine Laufbahn die typische Fußball-Atmosphäre zerstört, da die Fans in diesem Fall zu weit vom Geschehen auf dem Platz weg sind. Eine Entscheidung über die Nutzung des Londoner Olympia-Stadions nach den Sommerspielen 2012 wird innerhalb der nächsten beiden Monate erwartet.

© SID

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×