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14.01.2005

08:21 Uhr

Olympique Lyon hat den ehemaligen Bayern-Star Giovane Elber in die Amateurmannschaft abgeschoben

Unten angekommen

VonChristian Tretbar

Eine richtige Liebesgeschichte wird das zwischen Olympique Lyon und Giovane Elber nicht mehr. 4,5 Millionen Euro hat der Französische Meister im August 2003 auf das Konto des FC Bayern München überwiesen, um den Brasilianer an sich zu binden. Doch seither ist die Beziehung geprägt von Problemen, Missverständnissen und Anschuldigungen. Jetzt wurde der 32-Jährige sogar in die Amateurmannschaft verbannt.

LYON. Dritte französische Liga statt Champions League gegen Werder Bremen. Lyons Präsident Jean-Michel Aulas will von dem Stürmer nichts mehr wissen: "Elber wird nicht mehr bei den Profis spielen. Er macht ständig was er will. Mit ihm gibt es nur Probleme."

Das ist der bisherige Höhepunkt einer leidvollen Geschichte, die am 22. August 2003 begann. Da knickte Elber im Spiel beim FC Metz um und brach sich den Knöchel. Die Anteilnahme der Fans war groß, Elber bekam mehr als 500 Mails. Doch so harmonisch sollte es nicht weiter gehen. Bernard Moyen, der Vereinsarzt, operierte ihn daraufhin und prophezeite ihm, er könne Anfang Januar wieder spielen. Nach Komplikationen wurde Elber jedoch skeptisch, ob der Arzt bei der Operation auch alles richtig gemacht hatte und ging auf Nummer sicher.

Ohne mit den Verantwortlichen seines Vereins zu sprechen oder seinen Arzt Moyen zu informieren, ließ sich Elber in München ein zweites Mal operieren. "Es steht fest, dass bei der ersten OP etwas schief gegangen ist. Ich habe versucht, von Herrn Moyen eine Antwort auf meine Fragen zu bekommen, aber da kam nichts", sagt Elber. "In Deutschland haben sie mir geholfen. Dabei habe ich sehr egoistisch gehandelt und nicht meinem Verein Bescheid gegeben. Das wäre aber besser gewesen."

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