Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.07.2016

12:32 Uhr

Olympische Spiele

Russische Leichtathleten endgültig für Rio gesperrt

Es ist ein richtungsweisendes Urteil: Der Internationale Sportgerichtshof CAS weist den Anspruch russischer Athleten gegen ihren Olympia-Ausschluss zurück. Schließt das IOC nun alle Russen von Rio aus?

Kein Start bei Olympia für russische Leichtathtleten. dpa

Stabhochspringerin Yelena Isinbayeva

Kein Start bei Olympia für russische Leichtathtleten.

LausanneRussische Leichtathleten dürfen bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro definitiv nicht starten. Der Internationale Sportgerichtshof CAS wies am Donnerstag in Lausanne den Einspruch von 68 russischen Athleten gegen ihren Olympia-Ausschluss zurück.

Das CAS-Urteil ist richtungsweisend für das Internationale Olympische Komitee (IOC), das bis zum kommenden Dienstag über den kompletten Ausschluss aller russischen Sportler von den Sommerspielen in Brasilien entscheiden wollte. Trotz des drohenden Banns hatte Russland am Mittwoch 387 Sportler für die Wettkämpfe im August nominiert - darunter auch die 68 Leichtathleten.

IOC-Chef Thomas Bach: Der Herr der Ringe spielt auf Zeit

IOC-Chef Thomas Bach

Premium Der Herr der Ringe spielt auf Zeit

Die internationale Anti-Doping-Agentur verlangt den Komplett-Ausschluss Russlands bei den olympischen Spielen. IOC-Präsident Thomas Bach muss nun Rückgrat zeigen. Nicht ganz einfach, wenn man mit Putin befreundet ist.

Der Weltverband IAAF hatte den russischen Leichtathletikverband WFLA am 13. November 2015 wegen flächendeckenden Dopings suspendiert. Die Sperre für internationale Wettkämpfe wurde am 17. Juni von der IAAF über die Olympischen Spielen hinaus verlängert. Daraufhin riefen die Athleten und das russische NOK den CAS an.

Grundlage für oder gegen einen Bann aller russischen Sportler ist der Bericht des Wada-Ermittlers Richard McLaren, in dem Staatsdoping in Russland angeprangert wird. Außerdem wurde nachgewiesen, dass bei den Winterspielen 2014 in Sotschi positive Dopingproben von russischen Athleten vertuscht oder verfälscht worden sind.

Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Alfons Hörmann, sprach von einem „klaren Signal Richtung IOC“. „Damit ist Klarheit gegeben“, sagte Hörmann am Donnerstag in einer SWR-Sendung. In anderen Verbänden könne nun ähnlich entschieden werden. Er gehe davon aus, dass das Internationale Olympische Komitee (IOC) am Sonntag eine Entscheidung zum gesamten russischen Kader treffen werde. „Dort wo systematisch betrogen wird, muss gegebenenfalls auch systematisch bestraft werden“, sagte Hörmann.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×