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28.08.2012

14:29 Uhr

Paralympics-Debatte

3000 Euro mehr für Gold

Gold ist nicht gleich Gold: 15.000 Euro kassieren Sportler für einen Olympiasieg, nur 4500 gab's bisher bei den Paralympics. Das hat bei Behindertensportlern für Ärger gesorgt. Die Sporthilfe erhöht daher die Prämien.

Der deutsche Sprinter und Weitspringer Wojtek Czyz hatte sich über die ungleiche Behandlung von Sportlern mit und ohne Handicap beschwert. dpa

Der deutsche Sprinter und Weitspringer Wojtek Czyz hatte sich über die ungleiche Behandlung von Sportlern mit und ohne Handicap beschwert.

Frankfurt/MainMitten in der Debatte um die Förderung deutscher Spitzenathleten bekommt das deutsche Paralympics-Team höhere Medaillenprämien. Kurz vor der Eröffnung der XIV. Paralympics am Mittwoch hoben die Deutsche Sporthilfe und der Deutsche Behindertensportverband (DBS) die Medaillenzuschüsse für die deutschen Behindertensportler in London an.

„Diese erfreuliche Aufstockung ist eine Wertschätzung der sportlichen Leistungen aller Menschen mit Behinderung und somit ein Schritt zu mehr Gleichstellung behinderter und nicht behinderter Menschen“, erklärte DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher am Dienstag in Frankfurt/Main.

Für eine Goldmedaille bei den Paralympics erhalten die deutschen Athleten künftig 7500 statt wie bislang 4500 Euro. Für Silber und Bronze werden 5000 bzw. 3000 statt 3000 und 1500 Euro ausgeschüttet.

Dass es bei der Prämierung von Olympia- und Paralympics- Teilnehmern so große Unterschiede gibt, hatte zuvor bei einer Reihe von Behindertensportlern Unmut ausgelöst. Zum Vergleich: Olympiasieger erhalten für eine Goldmedaille eine Prämie von 15.000 Euro.

„Wir dürfen nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Es muss gar nicht der gleiche Betrag sein, wichtig ist, dass sich überhaupt etwas bewegt“, sagte der siebenmalige Paralympics-Teilnehmer im Tischtennis, Rainer Schmidt.

Noch am Vortag hatten sich in Ilke Wyludda und Wojtek Czyz zwei prominente Sportler mit Handicap über die ungleiche Behandlung beschwert. „Ich verstehe diese Kritik, sehe die deutliche Erhöhung der Prämien aber als großen Schritt. Wenn sich von 20 Athleten zwei beschweren und die anderen zufrieden sind, dann kann man damit leben“, entgegnete Schmidt.

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