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16.07.2012

18:32 Uhr

Personal-Skandal

Polizei springt bei Olympia für Security-Firma ein

Weil private Olympia-Sicherheitsleute fehlen, müssen Militär und Polizei bei den Olympischen Spielen in London einspringen. Während Vorwürfe gegen die Veranstalter lauter werden, versucht Scotland Yard zu beschwichtigen.

Polizisten vor dem Olympic Park in Stratford: Sie springen für fehlende Sicherheitsleute ein. Reuters

Polizisten vor dem Olympic Park in Stratford: Sie springen für fehlende Sicherheitsleute ein.

LondonIm Skandal um fehlende Sicherheitsleute für die Olympischen Spiele muss neben dem Militär auch die Polizei einspringen. Wegen fehlender Mitarbeiter der privaten Sicherheitsfirma G4S seien in den vergangenen Tagen an neun Orten in Großbritannien Polizisten als Verstärkung eingesetzt worden, bestätigte Scotland Yard am Montag. G4S erklärte, die Situation sei nur vorübergehend, und in den kommenden Tagen könne die Polizei sich zurückziehen.

„Es gibt bei G4S Personalknappheit“, sagte Chris Allison, Koordinator der Sicherheitsoperation von Scotland Yard für die Spiele. „Wir stellen zusätzliche Polizisten zur Verfügung, um den Sicherheitsplan einzuhalten.“ Der Plan sei „genau derselbe“, er werde nur „von etwas anderen Leuten“ ausgeführt. Es handle sich um kleine Einsätze, es gebe keine Auswirkungen auf die reguläre Polizeiarbeit, hieß es von Scotland Yard.

Betroffen waren Olympia-Orte unter anderem in den Grafschaften Surrey und Hertfordshire sowie in Wales und in Mittelengland. In Manchester musste die Polizei bei der Sicherung eines Hotels helfen. Medienberichten zufolge waren nur 17 von insgesamt 56 Sicherheitskräften zum Dienst erschienen. Ein Polizeisprecher erklärte, man sei auf unerwartete Einsätze vorbereitet worden.

Vergangene Woche war klar geworden, dass die Firma G4S nicht rechtzeitig wie geplant genügend Sicherheitsleute zur Verfügung stellen kann. Daraufhin mussten 3500 zusätzliche Soldaten abgestellt werden. Innenministerin Theresa May wehrte sich am Montag gegen Vorwürfe, bei den Planungen sei etwas falsch gelaufen. Sie betonte erneut, sie habe erst vergangene Woche von dem Problem erfahren. Wie viele Sicherheitsleute genau fehlen, werde in den kommenden Tagen bekanntgegeben.

Von

dpa

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