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30.01.2007

19:15 Uhr

Polen im WM-Halbfinale gegen Dänen

Frankreich fordert Deutschland

Europameister Frankreich, der EM-Dritte Dänemark und die Überraschungsmannschaft Polen sind bei der Handball-WM neben Gastgeber Deutschland ins Halbfinale eingezogen.

Ex-Weltmeister Frankreich setzte sich im Schlagerspiel des Viertelfinals gegen Olympiasieger Kroatien in Köln mit 21:18 (10:9) durch und trifft nun auf die Auswahl von Bundestrainer Heiner Brand. Die Dänen gewannen unterdessen ein dramatisches Nordduell gegen Island in Hamburg 42:41 (34:34, 16:17) nach Verlängerung, während Polen seinen ersten WM-Halbfinaleinzug seit 25 Jahren durch ein 28:27 (16:14) gegen Russland perfekt machte.

Torärmstes Spiel der WM

19 000 Zuschauer in der Kölnarena wurden beim Top-Duell über weite Strecken enttäuscht, weil sich beide Angriffsreihen kaum in Szene setzen konnten. Die Torwarte Thierry Omeyer (Frankreich) aber vor allem der Kroate Mirko Alilovic brachten die Werfer immer wieder zur Verzweiflung. Bester Werfer der Franzosen im bislang torärmsten Spiel des Turniers war Rechtaußen Luc Abalo (8 Tore) und der Kieler Nikola Karabatic (5). Bei den Kroaten konnte auch Superstar Ivano Balic mit fünf Treffern die erste Pleite des Olympiasiegers im Turnierverlauf nicht verhindern.

Bis kurz vor dem Ende der Abwehrschlacht konnte sich kein Team entscheidend absetzen, dann aber hatte Rückraumspieler Karabatic seine Sternstunde und erzielte in der Schlussphase vier Treffer. Das Starensemble von Trainer Claude Onesta hatte unter anderem nach einer 26:29-Niederlage gegen das Team von Bundestrainer Heiner Brand nur als Hauptrunden-Vierter die K.o.-Runde erreicht. Die Revanche findet am Donnerstag ebenfalls in Köln statt. Kroatien verpasste derweil erstmals seit fünf Jahren den Einzug ins Halbfinale eines großen Turniers.

Entscheidung für Dänen drei Sekunden vor Schluss

Nachdem die reguläre Spielzeit in Hamburg vor 12 500 Besuchern zwischen Dänemark und Island keinen Sieger hervorgebracht hatte, musste die Entscheidung in der Verlängerung fallen. Doch selbst 50 Sekunden vor Ende der zweimal fünf Minuten Extrazeit war die Partie beim Stand von 41:41 völlig offen. In Überzahl konnten die Dänen durch einen Treffer von Rückraumspieler Lars Möller Madsen drei Sekunden vor Schluss den Sieg perfekt machen.

Erfolgreichster Werfer im Team der Isländer war Gudjonsson mit 14 Toren. Auf Seiten der Dänen, die in Torwart Kasper Hvidt einen starken Rückhalt hatten, trafen Madsen, Rückraumspieler Anders Oechsler sowie Flensburgs Kreisläufer Michael Knudsen je achtmal. Polen mit Blitzstart

In Hamburg setzte sich unterdessen die vom Magdeburger Bundesliga-Coach Bogdan Wenta betreute polnische Auswahl durch. Der deutsche Vorrundengegner knüpfte vor 12 500 Zuschauern vor allem kämpferisch nahtlos an seine starken Leistungen der vorangegangenen Spiele an. In den bisherigen acht Partien hat der WM-Dritte von 1982 nur eine Niederlage gegen Frankreich kassiert.

100 Sekunden vor Spielende war die Begegnung beim Stand von 27:27 immer noch völlig offen, ehe der Magdeburger Karol Bielecki das entscheidende Tor markierte. Der Rückraumakteur war mit insgesamt sieben Toren auch erfolgreichster Werfer auf Seiten der Polen. Für die russische Auswahl erzielte Eduard Kokscharow sieben Treffer.

© SID

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