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24.01.2007

16:11 Uhr

Radsport Doping

Landis-Prozess steigt womöglich erst im März

Der Fall Floyd Landis entwickelt sich zu einer immer größeren Hängepartie. Die ursprünglich für Anfang Februar geplante Doping-Verhandlung gegen den positiv gesteten Tour-Champion soll nun erst im März beginnen.

Das Untersuchungsverfahren der französischen Dopingkontrolleure gegen Tour-de-France-Sieger Floyd Landis soll vertagt worden. Diese Bitte äußerte Dick Pound als Präsident der Welt-Doping-Agentur (Wada) zum Auftakt einer Wada-Konferenz in Lausanne.

Der des Dopings überführte Landis soll sich Anfang Februar in Frankreich verantworten. Da das Verfahren vor seinem heimischen US-Verband aber erst im März beginnt, wünscht Pound eine Verlegung des Frankreich-Termins nach der Verhandlung in den USA.

Pound appellierte zudem für mehr Flexibilität bei Dopingverfahren. Der Amerikaner will längere Strafen für "systematischen Betrug", dagegen sollen kleinere Vergehen aus Unachtsamkeit geringer bestraft werden. Nach derzeit gültigen Regeln werden Dopingsünder mit zweijährigen Sperren belegt.

Der 32-jährige Landis hatte 2006 die Tour de France für sich entschieden, ehe die Analyse seiner Dopingprobe nach dem vorentscheidenden Erfolg auf der 17. Etappe ein positives Ergebnis auf Testosteron erbrachte.

Richard Pound plädierte in diesem Zusammenhang auch für eine Beschleunigung der Testverfahren. So sollte nach einem positiven Befund in der A-Probe eines Athleten die Analyse der B-Probe innerhalb von 48 Stunden stattfinden. Das solle, so Pound, verhindern, dass durch eine Verzögerung der Analyse durch Athleten und ihrer Vertreter die Qualität der Proben beeinträchtigt werden könnte.

"Das würde die Abläufe beschleunigen. Die Athleten könnten wie derzeit auch der Öffnung der B-Probe beiwohnen", sagte Pound.

© SID

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