Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.01.2011

16:09 Uhr

Radsport Doping

Nada wickelt Dopingfälle für Radsport-Verband ab

Der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) hat der Nationalen Anti-Doping Agentur (Nada) als erster olympischer Sportverband sein Ergebnismanagement komplett übertragen.

Doping-Verstöße werden in Zukunft von der Nada in erster Instanz behandelt.. Foto: SID Images/Firo SID

Doping-Verstöße werden in Zukunft von der Nada in erster Instanz behandelt.. Foto: SID Images/Firo

Der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) hat der Nationalen Anti Doping Agentur (Nada) als erster olympischer Sportverband sein Ergebnismanagement komplett übertragen. Nach der Vereinbarung, der die Mitgliederversammlung des BDR noch formell zustimmen muss, übernimmt die Nada rückwirkend ab dem 1. Januar 2011 bei Dopingverstößen von BDR-Athleten das Vorgehen von der ersten Anhörung bis hin zur Verfahrenseinleitung und betreibt auch das erstinstanzliche Sanktionsverfahren vor der Deutschen Institution für Schiedsgerichtsbarkeit (DIS). Das teilte die Nada mit.

Anfang Dezember 2010 hatte sich die Nada mit dem Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband auf eine erste Kooperation dieser Art verständigt. Zuvor war 2009 bereits vom Deutschen Eishockey-Bund (DEB) das Ergebnismanagement zusammen mit den Wettkampf- und Trainingskontrollen an die Nada übertragen worden.

Im Unterschied zu der neuen Vereinbarung mit dem Radsport beauftragt im Eishockey noch der DEB einen vom Deutschen Sportschiedsgericht bestellten unabhängigen Anti-Doping-Richter mit der Entscheidung. An ihn übergibt die Nada den ermittelten Sachverhalt, während sie im Radsport nun als Verfahrenspartei vor der DIS auftritt.

Die Nada rechne damit, dass nach dem BDR weitere olympische Sportverbände verstärktes Interesse an ähnlichen Vereinbarungen zeigen werden. Ziel der Politik ist es, dass Ermittlungs- wie auch Sanktionsverfahren von unabhängigen Institutionen durchgeführt werden. Mit diesem Modell soll eine sportartübergreifende Gleichbehandlung aller betroffenen Athleten erreicht werden.

© SID

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×