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15.01.2007

17:27 Uhr

Radsport Doping

Staatsanwaltschaft erhält Hilfe im "Fall Ullrich"

Die Bonner Staatsanwaltschaft kann bei den Ermittlungen gegen den unter Dopingverdacht stehenden Jan Ullrich auch auf internationale Hilfe zählen. Gleich drei ausländische Ermittlungsbehörden zeigten sich kooperativ.

Der unter Dopingverdacht stehende Jan Ullrich wird international eingekreist. Drei ausländische Ermittlungsbehörden haben positiv auf die Rechtshilfeersuchen der Bonner Staatsanwaltschaft zu seinem "Fall" reagiert, wie Pressesprecher Friedrich Apostel dem Sport-Informations-Dienst (sid) bestätigte. Dies betreffe Spanien, die Schweiz und Belgien. Der frühere T-Mobile-Star bestreitet weiter jede Manipulation.

Die Untersuchungsergebnisse der spanischen "Operacion Puerto" sind bereits in Bonn eingetroffen, wie Apostel erklärte; die Akten aus der Schweiz und aus Belgien würden erwartet. In Belgien geht es um die Ergebnisse der Hausdurchsuchung bei Ullrich-Betreuer Rudy Pevenage.

Nach der positiven Reaktion aus Madrid rechnet man in Bonn in absehbarer Zeit mit der Überlassung einer Blutprobe, die Ullrich zugerechnet wird. Aus der Schweiz soll eine DNA-Probe Ullrichs kommen. Gegen deren Herausgabe könnte der Rostocker noch Einspruch einlegen, über den dann ein eidgenössisches Gericht zu befinden hätte.

Der Bonner Staatsanwalt wollte keine Angaben machen, bis wann es zu einer Entscheidung über Einleitung oder Einstellung eines Verfahrens kommen könne. "Derartige internationale Ermittlungen brauchen ihre Zeit", sagte Apostel.

© SID

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