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10.01.2011

20:20 Uhr

Radsport Doping

UCI: Stellungnahme im Fall Contador Ende Januar

Der Radsport-Weltverband UCI will frühestens am 24. Januar eine Stellungnahme zum Dopingfall von Alberto Contador abgeben. Damit verpasst der Spanier den Start der Australien-Tour.

Der spanische Radprofi Alberto Contador wartet weiter auf das Urteil des UCI. Foto: SID Images/AFP/Pedro Armestre SID

Der spanische Radprofi Alberto Contador wartet weiter auf das Urteil des UCI. Foto: SID Images/AFP/Pedro Armestre

Weiterer Rückschlag für Alberto Contador: Wie der Radsport-Weltverband UCI am Montag mitteilte, ist frühestens am 24. Januar mit einer Stellungnahme zum Dopingfall des dreimaligen Toursiegers zu rechnen. Damit müsste der Spanier auf einen Start bei der am 18. Januar beginnenden Tour Down Under in Australien verzichten.

Der spanische Radsport-Verband Rfec hatte bereits am 10. Dezember 2010 die Unterlagen zum Dopingfall beim Weltverband eingereicht und eine Stellungnahme "zu den wissenschaftlichen Inhalten des Dossiers" erbeten, wie der Weltverband in einer Pressemitteilung erklärte. Mit einem Urteil ist somit nicht vor Februar zu rechnen.

Contador läuft die Zeit davon

Damit läuft dem 28-Jährigen die Zeit davon, da der Fall aller Voraussicht nach vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS landen wird. Bei einem Freispruch oder einem milden Urteil der Rfec hätte der Madrilene sofort wieder Rennen fahren können - zumindest bis zu einem endgültigen CAS-Urteil.

"Es ist unerlässlich, dass wir alle Möglichkeiten ausschöpfen und alle Expertenmeinungen einholen", sagte Rfec-Präsident Juan Carlos Castano. "Wir wollen zu 100 Prozent sicher gehen, dass unser Urteil das richtige ist." Die Verbandskommission sei aus Juristen zusammengesetzt, die keine Experten in medizinischen Fragen seien.

Entscheidung liegt beim spanischen Verband

Aufgrund der erforderlichen Übersetzung aus dem Spanischen und der umfassenden Prüfung werde die Stellungnahme des Weltverbandes einige Zeit beanspruchen, erklärte die UCI weiter. Zudem betonte der Weltverband, dass die Stellungnahme rein beratender Natur sei und die endgültige Entscheidung ausschließlich beim nationalen Verband liege.

Contador war am zweiten Ruhetag der Tour (21. Juli) positiv auf Clenbuterol getestet worden und ist nach dem positiven Ergebnis seiner A- und B-Probe seit dem 24. August vorläufig gesperrt. Der Spanier hatte die positive Probe, die nur geringe Spuren der verbotenen Substanz aufgewiesen hatte, mit verunreinigtem Fleisch zu erklären versucht und fordert einen Freispruch. Insbesondere die Wada schenkt der Version Contadors aber nur wenig Glauben.

© SID

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