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10.01.2011

22:46 Uhr

Radsport Mountainbike

Doping-Verdächtiger Leon begeht Selbstmord

Alberto Leon hat sich offenbar in seinem Haus erhängt. Der ehemalige Mountainbiker soll in einen neuen Dopingskandal verwickelt gewesen sein und war im Dezember verhaftet worden.

Der ehemalige Mountainbiker Alberto Leon soll in Spanien Selbstmord begangen haben. Foto: SID Images/AFP/Torsten Blackwood SID

Der ehemalige Mountainbiker Alberto Leon soll in Spanien Selbstmord begangen haben. Foto: SID Images/AFP/Torsten Blackwood

Dramatische Entwicklung im jüngsten spanischen Dopingskandal: Am Montag ist der ehemalige Mountainbiker Alberto Leon in seinem Haus nahe Madrid erhängt aufgefunden worden. Nach spanischen Medienberichten deutet derzeit alles darauf hin, dass der 37-Jährige Selbstmord begangen hat. Die zuständige Staatsanwaltschaft hat entsprechende Untersuchungen eingeleitet.

Leon war am 9. Dezember 2010 im Zuge der "Operacion Galgo" (Operation Windhund) verhaftet worden. Die spanische Polizei hatte während ihrer Ermittlungen im neuen Dopingskandal insgesamt 14 Verdächtige festgenommen, darunter Leon, der neben sechs weiteren Personen zum Kern des Dopingrings gehört und als Drahtzieher fungiert haben soll. Der des Dopings geständige Langstreckenläufer Alemayehu Bezabeh hatte Leon im späteren Prozess schwer belastet. Leon sei medizinisch ausgebildet gewesen und von den Sportlern nur "El doctor" genannt worden.

Bei Leon, der bereits im Radsport-Skandal "Operacion Puerto" (Operation Bergpass) als Helfer des spanischen Dopingarztes Eufemiano Fuentes verhaftet worden war, wurden mehrere Blutbeutel gefunden. Der Spanier, der seit April 2010 von der Polizei überwacht wurde, soll zudem mit anderen verbotenen Substanzen gehandelt haben.

© SID

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