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13.04.2006

21:23 Uhr

Radsport WM

Deutschland geht zum WM-Auftakt leer aus

Am ersten Tag der Bahnrad-Weltmeisterschaften im französischen Bordeaux haben die deutschen Athleten keine Medaille einheimsen können. Das frühe Ausscheiden im Teamsprint war dabei die größte Enttäuschung.

Fehlstart für die deutschen Bahnrad-Asse: Bei den Weltmeisterschaften im französischen Bordeaux haben die Athleten des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) in den ersten vier Wettkämpfen keine einzige Medaille gewonnen. Vor allem das frühe Ausscheiden im Teamsprint sorgte für Ernüchterung. Das neu formierte Trio, bestehend aus Robert Förstemann (Erfurt), Maximilian Levy (Cottbus) und Stefan Nimke (Schwerin) verfehlte durch Rang fünf in der Qualifikation die Finalläufe. Bei den Frauen hatten die Deutschen eben so wenig zu bestellen wie Andreas Müller (Berlin) im Punktefahren.

"Dafür, dass wir das erste Mal zusammen gefahren sind, war das nicht so schlecht. Man durfte nicht zuviel von uns erwarten. Wir haben beim Start einiges liegen gelassen, ansonsten waren wir im Bereich der Top-Nationen", sagte Stefan Nimke, der vor zwei Jahren noch gemeinsam mit Jens Fiedler und Rene Wolff bei den Olympischen Spielen in Athen Gold geholt hatte. Diesmal wurden in 45,050 Sekunden die Endläufe um knapp drei Zehntelsekunden verpasst.

Förstemann verschläft Start

Eine Medaille - im Vorjahr langte es in Los Angeles immerhin zu Bronze - war diesmal bereits beim Start futsch. Debütant Förstemann kam nicht rechtzeitig aus der Startmaschine und verlor wertvolle Zeit. "Eine schöne Erfahrung. Jetzt wissen wir, woran wir arbeiten müssen", sagte der Erfurter, dessen WM-Premiere damit auch schon beendet war. Förstemann hatte erst wenige Tage vor der WM die interne Ausscheidung gegen Matthias John (Erfurt) gewonnen. Bundestrainer Detlef Uibel hatte zudem auf Sprint-Champion Rene Wolff verzichtet und dafür dem dreifachen Junioren-Weltmeister Levy den Vorzug gegeben.

Gold für Frankreich

Als die deutschen Sprinter bereits ihre Tasche packten, sorgten stattdessen die Franzosen für den ersten umjubelten Heimsieg. Gregory Bauge, Mickael Bourgain und Arnaud Tournant sprinteten in 43,969 Sekunden im Finale gegen Großbritannien (44,194) zu Gold. Bronze ging an Australien (44,600), das gegen die Niederlande (45,999) im "kleinen Finale" gewann.

Im Punktefahren langte es für den deutschen Meister Müller nur zu Platz zehn. Mit acht Zählern blieb der Berliner deutlich hinter den Podestplätzen. Gold ging an den Niederländer Peter Schep (31) vor Rafal Ratajczyk aus Polen (15) und dem Weißrussen Wassili Kirienka (15).

Die deutschen Frauen waren erwartungsgemäß ohne Medaillenchance. In der 3 000-m-Einerverfolgung fuhr zwar Verena Jooß aus Friesenheim in 3:41,760 Minuten persönliche Bestzeit, mehr als der achte Platz sprang aber nicht heraus. Die Stuttgarterin Larissa Kleinmann (3:45,155) musste sich mit dem zehnten Rang begnügen. Der Titel ging an die Amerikanerin Sarah Hammer, die in 3:37,227 Minuten im Finale gegen die Russin Olga Sloussarewa (3:37,544) die Oberhand behielt. Das Rennen um Platz drei gewann Katie Mactier aus Australien (3:36,123) gegen die Schweizerin Karin Thürig (3:42,439).

Tsylinskaja wieder nicht zu schlagen

Im 500-m-Zeitfahren fuhren die beiden deutschen WM-Neulinge Dana Glöss (Berlin/35,510) und Miriam Welte (Kaiserslautern/35,665) derweil auf die Plätze 13 und 15. Der Titel ging stattdessen wieder einmal an die Weißrussin Natalia Tsylinskaja, die in 34,152 Sekunden triumphierte und ihren vierten WM-Titel aus den letzten fünf Jahren verbuchte. Die Australierin Anna Meares (34,352) und Lisandra Guerra Rodriguez aus Kuba (34,609) belegten die Plätze zwei und drei.

© SID

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