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03.02.2005

15:34 Uhr

Reghecampf als Chemnitzer

Panne bei den Ermittlungen im Wettskandal

Bei den Hausdurchsuchungen im Auftrag der Berliner Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit dem Wettskandal im deutschen Fußball ist es am Mittwoch offensichtlich zu einer Panne gekommen.

Foto: dpa

Foto: dpa

HB BERLIN. So wurde gegen 6 Uhr auch das Hotelzimmer des Rumänen Laurentiu-Aurelian Reghecampf in Aachen von fünf Beamten durchsucht. Wie sein Anwalt Helmut Reitz der Aachener Zeitung/Nachrichten" mitteilte, war im Durchsuchungs-Beschluss zu lesen, dass "der ehemalige Spieler vom Chemnitzer FC" im Verdacht stehe, "sich mit Ante S., Milan S. und Filip S. verbunden zu haben, um bewusst das Ergebnis von Fußballspielen, z.B. das Spiel Paderborn - Chemnitz, zu manipulieren". Das Spiel am 22. Mai 2004 endete 4:0, Schiedsrichter Robert Hoyzer verhängte damals zwei fragwürdige Elfmeter.

Reghecampf reklamiert nun zurecht, dass er nie für den Regionalligisten Chemnitz gespielt habe, es sich hierbei also um eine Verwechslung handeln müsse. Man prüfe den Fall, hieß es am Donnerstag in einer ersten Reaktion von der Staatsanwaltschaft in Berlin. Derzeit sei aber noch nicht klar, ob es sich um einen Schreibfehler oder falsche Informationen gehandelt habe.

Anwalt spricht von skandalöser Abwicklung

Laurentiu-Aurelian Reghecampf, der erst in der Winterpause für eine Ablösesumme von 600 000 Euro vom FC Energie Cottbus zu Alemannia Aachen gewechselt war, hatte gleich am Montag, nach dem sein Name erstmals im Zusammenhang mit dem Wettskandal genannt wurde, eine eidesstattliche Erklärung abgegeben, dass er mit den Wett- Manipulationen nichts zu tun habe. "Ich habe nichts zu verbergen. Bei mir kann alles durchsucht werden", sagte der 29-Jährige dem "Berliner Kurier". Sein Anwalt Helmut Reitz sprach hingegen von einer "skandalösen Abwicklung" der Maßnahme.

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