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20.01.2009

19:35 Uhr

Reiten Olympia

Springreiter Hansen zieht vor den CAS

Springreiter Tony Andre Hansen hat beim CAS Einspruch gegen seine nachträgliche Olympia-Disqualifikation eingelegt, durch die Norwegen Bronze im Teamspringen verlieren könnte.

Tony Andre Hansen auf Camiro. Foto: AFP SID

Tony Andre Hansen auf Camiro. Foto: AFP

Der norwegische Springreiter Tony Andre Hansen hat beim Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne fristgerecht Einspruch gegen seine nachträgliche Disqualifikation bei den Olympischen Spielen in Hongkong eingelegt, durch die die norwegische Equipe die Bronzemedaille im Mannschaftswettbewerb verlieren würden.

Der Weltverband FEI hatte Hansen, dessen Pferd Camiro wie auch Köster von Christian Ahlmann aus Marl positiv auf die für den Wettkampf unerlaubte Substanz Capsaicin getestet worden war, am 22. Dezember alle Ergebnisse von Hongkong gestrichen und ihn zudem mit einer viereinhalbmonatigen Sperre bis zum 2. Januar sowie 2 000 Euro Geldstrafe belegt. Außerdem musste er die Verfahrenskosten in Höhe von cirka 5 200 Euro tragen. Die Einspruchsfrist betrug 30 Tage. Einen möglichen Verhandlungstermin nannte der CAS noch nicht.

Bronze ginge bei Hansens Sperre an die Schweiz

Die Skandinavier hatten in Hongkong mit 27 Fehlerpunkten Platz drei hinter den USA und Kanada (beide 20) belegt. Dabei war Hansen mit jeweils nur einem Fehlerpunkt in beiden Umläufen bester Norweger. Ohne seine Ergebnisse würde Norwegen auf 49 Fehlerpunkte kommen und im Gesamtklassement weit zurückfallen. Bronze ginge dann an die Schweiz, die mit 30 Fehlerpunkten Vierter geworden war.

Neben Hansen und dem ehemaligen Doppel-Europameister Christian Ahlmann, dessen inzwischen abgelaufene viermonatige Sperre die deutsche Reiterliche Vereinigung FN vor dem CAS als zu niedrig angefochten hat, war noch bei Pferden von drei weiteren Reitern in Hongkong Capsaicin oder ein ähnliches Mittel gefunden worden. Die Brasilianer Rodrigo Pessoa (viereinhalb Monate) und Bernardo Alves (dreieinhalb Monate) waren ebenso bereits verurteilt worden wie der Ire Denis Lynch (drei Monate).

© SID

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