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15.01.2005

14:03 Uhr

Rekord lässt Hackl kalt

Georg Hackl schreibt Rodel-Geschichte

Rodel-Altmeister Georg Hackl ist ein Phänomen. Der 38-Jährige feierte in Innsbruck-Igls seinen 33. Weltcup-Sieg und schrieb sich damit gleichzeitig in die Sport-Geschichtsbücher ein.

HB BERLIN. Der dreimalige Rodel-Olympiasieger Georg Hackl hat das Siegen nicht verlernt. Der 38-jährige Bayer hat in Innsbruck-Igls seinen 33. Weltcup-Erfolg errungen und damit den Rekord des Österreichers Markus Prock eingestellt. In der Gesamtzeit von 1:37,553 Minuten feierte der Altmeister mit 0,168 Sekunden Vorsprung den ersten Sieg seit einem Jahr vor dem Österreicher Markus Kleinheinz. Platz drei belegte Olympiasieger Armin Zöggeler.

Der nach dem ersten Lauf drittplatzierte Weltmeister David Möller stürzte im zweiten Durchgang, blieb aber unverletzt. Im Gesamtweltcup liegt Hackl mit 416 Punkten auf Platz fünf und hat nur noch 113 Zähler Rückstand auf den russischen Spitzenreiter Albert Demtschenko.

Der Einstellung des Rekordes maß der «Hackl Schorsch» keine große Bedeutung bei: «Es ist sehr schön, wieder mal ganz oben zu stehen, aber das mit dem Rekord ist eine Sache für die Statistiker. Ich selbst weiß es gar nicht, und der Markus kann sich nicht mehr wehren.» Prock nahm die Sache scheinbar gelassen: «Rekorde sind dazu da, um gebrochen zu werden. Wenigstens wird niemand meinen Rekord von zehn Gesamtsiegen so schnell brechen.»

Hackl war ohnehin wichtiger, dass er nach den Plätzen vier, drei und zwei in den letzten Rennen seinen Aufwärtstrend auf dem Weg zur WM in gut einem Monat fortsetzte: «Ich kann nur sagen: Schöne Formkurve. Ich habe mich in der Materialtechnik auf alte Tugenden besonnen und bin körperlich gut drauf.»

Hackl selbst zeigte auf der Bahn, auf der er vor acht Jahren seinen letzten WM-Titel geholt hatte, auch alte Qualitäten. Den schon gewohnten Rückstand am Start holte er mit «Turbo-Antrieb» im Eiskanal auf und bewältigte selbst die gefürchtete Kurve neun, die am Vortag für Aufregung gesorgt hatte. «Das war die Entscheidung für den Sieg. Ich habe den Schlitten nach dem Fast-Sturz umoperiert und bin so gut gefahren, wie es die Grenzen der Physik erlauben», sagte Hackl.

Der Weltcup von Innsbruck-Igls wird am Sonntag mit den Rennen der Damen und Doppelsitzer abgeschlossen.

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