Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

27.12.2013

18:10 Uhr

Renaissance der Tennis-Helden

Federer holt sich Edberg als Trainer

Im ersten Spiel als Trainer von Novak Djokovic konnte sich Boris Becker über einen Sieg freuen. Die spannendere Nachricht des Tages kam jedoch aus der Schweiz: Roger Federer wechselt zu Beckers Ex-Rivalen Stefan Edberg.

Sorge, dass sich Becker wie von vielen Experten befürchtet nicht ins Team einordnen könne, hat Djokovic nicht. dpa

Sorge, dass sich Becker wie von vielen Experten befürchtet nicht ins Team einordnen könne, hat Djokovic nicht.

Abu Dhabi/FrankfurtNach dem erfolgreichen Debüt als Trainer von Novak Djokovic applaudierte Boris Becker seinem neuen Schützling ganz gelassen. Im blauen Trainingsanzug erhob sich der dreimalige Wimbledonsieger in der Box des Serben und klatschte zufrieden in die Hände. Becker hatte gefallen, was er am Freitag beim 7:6 (7:5), 6:3 des Weltranglisten-Zweiten im Halbfinale der Mubadala World Tennis Championship in Abu Dhabi gegen den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga gesehen hatte. „Novak hat teilweise sehr gut gespielt. Man hat ihm keine lange Machtpause angemerkt. Vorhand und Aufschlag waren sehr stark, die Grundlage ist bereits sehr gut“, sagte Becker nach der Partie.

Im Endspiel des Einladungsturniers trifft Djokovic an diesem Samstag (14.00 Uhr) auf David Ferrer. Der Spanier hatte sich zuvor überraschend gegen seinen Landsmann und Weltranglistenersten Rafael Nadal mit 6:4, 6:4 durchgesetzt. „Das wird wieder ein schweres Spiel. Aber es ist erst der Beginn der Saison und wir sind alle noch am Ende unserer Vorbereitung“, sagte Djokovic, der die Veranstaltung in den vergangenen beiden Jahren gewinnen konnte.

Unterdessen hat es Roger Federer seinen Rivalen Djokovic und Andy Murray nachgemacht und in Stefan Edberg ebenfalls einen früheren Weltklassespieler als Trainer engagiert. Der Schweizer gab die mindestens für zehn Wochen im Jahr geplante Zusammenarbeit mit dem Schweden via Facebook bekannt. „Stefan war mein Jugendidol und ich freue mich sehr, Zeit mit ihm zu verbringen und von ihm zu lernen“, schrieb der Rekord-Grand-Slam-Turnier-Sieger. Federer hatte sich nach einer für ihn enttäuschenden Saison von seinem langjährigen Coach Paul Annacone getrennt.

Becker war am Donnerstag zusammen mit seiner Frau Lilly aus London angereist, wo er mit der Familie die Weihnachtstage verbracht hatte. Schon am Freitagvormittag stand der 46-Jährige dann mit Djokovic auf dem Trainingsplatz. Betont locker mit Sonnenbrille verfolgte der Rote Baron jeden Schlag des Serben, gab im schwarzen Tennis-Shirt und in schwarzer kurzer Hose hin und wieder Tipps.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×