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11.08.2015

16:34 Uhr

Robert Harting

Diskus-Star sagt für WM ab

Lange hatte er mit einem WM-Start „geliebäugelt“. Doch wegen einer Verletzung muss Diskus-Star Robert Harting die Hoffnung auf eine Titelverteidigung in Peking aufgeben. Nun will er sich voll auf Rio 2016 konzentrieren.

Olympia-Gold 2016 in Rio de Janeiro ist Hartings großes Ziel. AFP

Robert Harting

Olympia-Gold 2016 in Rio de Janeiro ist Hartings großes Ziel.

KienbaumFünf Jahre lang hat Robert Harting in der Leichtathletik alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Beim Wettlauf gegen die Zeit musste sich der Diskus-Olympiasieger am Dienstag aber geschlagen geben. Aufgrund der Spätfolgen einer schweren Knieverletzung im vergangenen September sagte der 30-Jährige seine Teilnahme an den Weltmeisterschaften in zwei Wochen in Peking ab. „Am Ende fehlten dazu vier, fünf Wochen“, sagte sein Trainer Torsten Schmidt. Harting hat einfach noch nicht wieder das Leistungsniveau erreicht, um zum vierten Mal in Serie den WM-Titel holen zu können. Ab sofort ordnet er alles seinem großen Ziel Olympia-Gold 2016 in Rio unter.

„Es ist leider absolut nicht möglich“, sagte Harting über seine WM-Absage. „Ich müsste da ein Risiko eingehen, dass ich nicht eingehen kann. Wenn ich mir nochmal das Kreuzband reiße, könnte ich 2016 in Rio nicht starten. So ist diese Entscheidung eine Mischung aus Risiko, Bauchgefühl und Leistungseinschätzung.“

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Dieser Protest ist in seiner Form und seiner Schärfe ungewöhnlich: Mit einem YouTube-Video haben Robert Harting und andere Leichtathleten den Weltverband IAAF attackiert. Es geht natürlich um das Thema Doping.

Zur Verkündung dieser Entscheidung hatte Harting eigens zu einer Pressekonferenz im Bundesleistungszentrum in Kienbaum eingeladen. Die Cafeteria dieses riesigen Areals vor den Toren Berlins war bis auf den letzten Platz gefüllt mit Journalisten, denn Deutschlands „Sportler des Jahres“ ist ja aktuell nicht nur der bekannteste und erfolgreichste Leichtathlet des Landes, sondern auch besonders meinungsstark als Anti-Doping-Kämpfer unterwegs.

Am Sonntagabend hatten er und andere Athleten mit einem YouTube-Video gegen den Weltverband protestiert, am Dienstag teilte er wieder gegen die IAAF und diesmal auch gegen den deutschen Leichtathletik-Verband aus.

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