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16.01.2006

11:48 Uhr

Rodeln EM

Hackl muss EM-Teilnahme absagen

Georg Hackl hat die Teilnahme an der Rodel-EM abgesagt. Der 39-jährige Berchtesgadener hat laut Teamarzt Dr. Volker Jägemann einen "echten Grippevirus" und muss noch ein paar Tage im Krankenhaus verbringen.

Georg Hackl ist bei der Rodel-EM von Freitag bis Sonntag in Winterberg nicht dabei. Der 39-jährige Berchtesgadener hat laut Teamarzt Dr. Volker Jägemann einen "echten Grippevirus" und muss noch ein paar Tage im Krankenhaus von Bad Reichenhall verbringen. "Er wird in Winterberg nicht starten", sagte Chefbundestrainer Thomas Schwab dem sid. Er hoffe, dass Hackl in zwei Wochen in Oberhof und dann bei Olympia wieder fit sei.

"Er ist über den Berg, das Fieber ist im Abklingen - es geht ihm besser", sagte Jägemann. Für das übrige Team einschließlich der Trainer könne er Entwarnung geben: "Die Gefahr ist vorbei." Die Laboruntersuchungen am Sonntagabend blieben ohne Befunde.

Olympia ist nicht in Gefahr

Nach jetzigem Ermessen könne Hackl beim Weltcup-Finale in Oberhof wieder starten, auch der Olympiastart des Routiniers sei nicht in Gefahr. "Schorsch ist ein robuster Typ, organisch kerngesund", sagte Jägemann: "Ich gehe davon aus, dass er bis Oberhof so auf dem Damm ist, dass er nicht wesentlich beeinträchtigt ist."

Die übrigen Goldhoffnungen für die Winterspiele von Turin wie Sylke Otto oder Patric Leitner/Alexander Resch haben sich nicht angesteckt. "Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen. Es grenzt schon fast an ein Wunder, dass Schorsch den Virus nicht weitergegeben hat", so Jägemann.

"Selbst, wenn sich eine Person noch in der Inkubationszeit befindet, ist sie durch die dreitägige Medikamentenbehandlung geschützt", erklärte der leitende Verbandsarzt. In der Nacht zum Sonntag hatten die Teammitglieder beim Weltcup in Igls prophylaktisch erstmals Medikamente erhalten.

Am Sonntag wurde für die deutschen Athleten in Igls im Startbereich ein gesonderter Raum zur Verfügung gestellt. Eine mögliche Ansteckung von Konkurrenten aus anderen Nationen sollte verhindert werden. Hackl war es schon am Freitag schlecht gegangen, am Samstagmorgen wurde er dann von Athletiktrainer Martin Hillebrand zur stationären Behandlung nach Bad Reichenhall gebracht.

Hackl war in der ersten Saisonhälfte wegen Armbeschwerden als Folge einer Bandscheiben-Operation beeinträchtigt gewesen und konnte nicht alle Rennen bestreiten. Nach Rang drei vor einer Woche in Königssee gab der Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) grünes Licht für seine sechste Olympia-Teilnahme. Eigentlich hatte der dreimalige Olympiasieger alle restlichen Wettbewerbe bis Turin bestreiten wollen.

© SID

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