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09.01.2006

11:40 Uhr

Rodeln

Traum zerplatzt - Kein Turin für Barbara Niedernhuber

„Ich habe verloren“, sagte die Oberbayerin Barbara Niedernhuber nach ihrem vierten Platz beim Weltcup am Königssee. Das deutsche Team fährt ohne sie nach Turin. Als faire Verliererin drückt sie ihren Kolleginnen aber kräftig die Daumen.

Barbara Niedernhuber verpasst ihre dritten Winterspiele: "Ich habe verloren". Foto dpa

Barbara Niedernhuber verpasst ihre dritten Winterspiele: "Ich habe verloren". Foto dpa

HB KÖNIGSSEE. Um die kaum fassbare Winzigkeit von zwei Tausendstelsekunden verpasste Barbara Niedernhuber 1998 das ersehnte Olympia-Gold, acht Jahre später muss die 31-Jährige nach der verpassten Qualifikation für ihre dritten Winterspiele eine weitere bittere Niederlage verkraften.

„Ich habe verloren“, sagte die Oberbayerin nach ihrem Olympia-Aus ausgerechnet beim Weltcup am Wochenende auf ihrer Heimbahn in Königssee. „Nicht weil ich so schlecht bin, sondern weil unsere Mannschaft so brutal stark ist.“

Unmittelbar nach ihrem vierten Platz wusste die zweimalige Olympia-Zweite und viermalige Vize-Weltmeisterin, was die Uhr geschlagen hatte. Die Siegerehrung wollte sie sich nach der endgültig verpassten Qualifikation für Turin schon gar nicht mehr ansehen und suchte fernab des Trubels beim Glühwein mit ihren Fans Trost.

„Es tut uns sehr leid für Babsi“, machte Bundestrainer Thomas Schwab derweil den Journalisten die Entscheidung der deutschen Olympia-Starterinnen offiziell bekannt.

„Die Nominierung für die Frauen steht mit Silke Kraushaar, Sylke Otto und Tatjana Hüfner.“

Noch vor einem Jahr stand die „ewige Zweite“ nach einer fast perfekten Saison mit drei Weltcup-Siegen ganz oben: „Das Glück ist endlich mal auf meine Seite gefallen“, bejubelte die Stimmungskanone im deutschen Rodel-Team ihren erstmaligen Sieg im Gesamt-Weltcup. „Das ist endlich der Lohn für die lange Zeit.“ Als Zugabe gab es noch Silber bei der WM in Park City hinter Olympiasiegerin Sylke Otto.

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