Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

06.01.2008

11:57 Uhr

Rodeln Weltcup

Deutsche Rodler bestätigen in Königssee WM-Form

Die deutschen Rodler haben sich beim Weltcup in Königssee in guter Form gezeigt und Hoffnungen für die WM in Oberhof genährt. Einzig David Möller war als Dritter nicht ganz zufrieden und verletzte sich zudem am Finger.

Beim Rodel-Weltcup in Königssee feierten die deutschen Rodler eine gelungene WM-Generalprobe. Einzig bei David Möller kam nicht so recht WM-Laune auf. Der Titelverteidiger belegte nur den dritten Rang und verletzte sich zudem noch am Finger.

Tatjana Hüfner hingegen hatte allen Grund zur Freude. Sie übernahm mit dem vierten Saisonsieg in Serie erstmals überhaupt die Weltcup-Führung. Die Doppler Patric Leitner/Alexander Resch feierten den 30. Erfolg ihrer Laufbahn, und zum krönenden Abschluss gab es den ersten deutschen Staffel-Sieg der Geschichte. Nach diesen Ergebnissen beim letzten Weltcup nur drei Wochen vor der Heim-WM in Oberhof ist Sportdirektor Stefan Krauß optimistisch: "Wir wollen alle Titel."

Cheftrainer Thomas Schwab vergab eine Woche vor der EM in Cesana zehn von elf WM-Tickets, nur bei den Männern ist noch ein Platz für einen Nachwuchsfahrer vakant. Weltmeister Möller verletzte sich beim Bremsen am kleinen Finger der linken Hand und musste die geschwollenen Gelenke kühlen.

Möller: "Hoffe, es ist nichts was mich für die WM behindert"

"Ich hoffe, es ist nichts, was mich für die WM behindert", sagte der Thüringer: "Der gute Schlitten steht zuhause, darum lief es ein wenig unrund. Klar bin ich trotzdem enttäuscht."

Platz drei hinter dem siegreichen Albert Demtschenko (Russland) und Armin Zöggler (Italien/0,009) mit 0,046 Sekunden Rückstand war seine schlechteste Saisonplatzierung. Im Viessmann-Gesamtweltcup muss er sich die Führung nach fünf von acht Rennen mit Zöggeler teilen. In der abschließenden Staffel setzte er sich gemeinsam mit Leitner/Resch und Silke Kraushaar-Pielach mit fast einer Sekunde Vorsprung auf Kanada durch.

Das für die EM und WM feststehende Frauen-Quartett ließ wie immer in dieser Saison der Konkurrenz nicht mal einen Podestplatz. Hinter Hüfner (Oberwiesenthal) folgten Natalie Geisenberger (Miesbach/0,134), Silke Kraushaar-Pielach (Oberhof/0,318) und Anke Wischnewski (Oberwiesenthal/0,743) auf den Rängen zwei bis vier.

Hüfner: "Da wird man ja eher Weltmeisterin"

"Ich bin super froh und super stolz, dass ich erstmals das Gelbe habe. Das sagt doch alles über meine Form", meinte die 24-jährige Hüfner: "Es zeigt aber auch, wie schwer es ist, die Spitzenposition zu holen. Da wird man ja eher Weltmeisterin."

Die Weltmeister Leitner/Resch (Königssee/Berchtesgaden) sorgten gemeinsam mit den um 0,565 Sekunden geschlagenen Tobias Wendl/Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee) für den ersten deutschen Doppelsieg der Saison und bauten die Führung in der Gesamtwertung aus. Außerdem werden auch die hinter Christian Oberstolz/Patrick Gruber (Italien) viertplatzierten Andre Florschütz/Torsten Wustlich (Friedrichroda/Oberwiesenthal) bei den beiden bevorstehenden Championaten dabei sein.

Die Tickets lösten auch Felix Loch (Berchtesgaden) und Jan Eichhorn auf den Rängen vier und fünf. Zwischen Robert Eschrich (beide Oberhof/10.), Andi Langenhan (Zella-Mehlis/12.) und Johannes Ludwig (Oberhof) will sich Schwab erst nach der EM am kommenden Wochenende in Cesana entscheiden. Dort ist von diesem Trio nur Langenhan dabei.

Nicht ganz wunschgemäß lief es für Kraushaar-Pielach auf ihrer Abschiedstour. Die Nagano-Olympiasiegerin leistete sich einen Fehler im ersten Lauf und war enttäuscht. Ihr fehlt weiterhin ein Erfolg zur Bestmarke der nicht mehr aktiven Sylke Otto (37 Siege). Für Hüfner war es der siebte Weltcup-Erfolg, in der Gesamtwertung führt sie mit 436 Zählern vor Kraushaar-Pielach (410).

Leitner gibt Entwarnung

"Das ist gutes Timing", sagte Resch über den Jubiläumserfolg. Leitner gab nach einem im Dezember erlittenen Bandscheibenvorfall Entwarnung: "Es muss nicht operiert werden. Ich habe das Training umgestellt, bin momentan schmerzfrei." Zufrieden war der 20-jährige Wendl: "Es ist ein Traum, wenn der erste Podiumsplatz der Karriere ausgerechnet auf der Heimbahn gelingt."

© SID

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×