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06.01.2006

08:11 Uhr

Rodeln Weltcup

Königssee feiert Rodel-Weltcup-Rekord

Heute und morgen gastiert der Rodel-Weltcup im bayerischen Königssee. Für die Heimbahn von Rodel-Aushängeschild Georg Hackl ist es ein besonderer Wettkampf, denn Königssee ist mit dem 25. Weltcup Rekord-Ausrichter.

Heute und morgen blickt die Rodel-Welt gebannt nach Königssee. Die Wettkämpfe in Bayern gehören zum 25. Weltcup in der Historie, der auf der Heimbahn von Rodel-Ikone Georg Hackl über die Bühne geht. Damit ist Königssee Rekordausrichter. Der 39-jährige Hackl greift erst morgen ins Geschehen ein, heute stehen der Damen- und Doppelwettbewerb auf dem Programm.

"Wichtige Standortbestimmung" für Hackl

Hackl will zudem beim Weltcup in Königssee alle Zweifel und Selbstzweifel an seiner sechsten Olympia-Teilnahme beseitigen. "Königssee ist mit Blick auf Turin eine ganz wichtige Standortbestimmung für mich, das nehme ich sehr ernst", sagt der dreimalige Olympiasieger: "Ein Sieg ist aber utopisch."

Die Kraftnachteile im Arm nach einer Bandscheiben-Operation beeinträchtigen die Chancen des dreimaligen Weltmeisters auf seiner Abschiedstournee, die bisher ohne Siege und mit mehreren Pausen über die Bühne ging. Letztmals gewann Hackl im Viessmann-Weltcup Mitte Januar 2005 in Innsbruck-Igls.

Mit Rang zwei im Dezember in Calgary bewies der Altmeister aber seine Klasse, die Konkurrenz hat ihn wieder auf der Rechnung. Und die älteste Kunsteisbahn der Welt vor seiner Haustür kennt der erfolgreichste Rodler aller Zeiten wie sein Wohnzimmer, immerhin fünf Weltcup-Rennen gewann er auf dieser Piste.

Niedernhuber hofft

Für Lokalmatadorin Barbara Niedernhuber kann der bevorstehende Weltcup das endgültige Ende aller Olympia-Träume bedeuten. Die Olympiazweite von 1998 und 2002 ist in der nationalen Rangliste schon weit abgeschlagen, und die Weltcup-Titelverteidigerin weiß: "Nur ein Sieg kann mir vielleicht noch helfen. Oder ein zweiter Platz hinter Kraushaar oder Otto."

Die Olympiasiegerinnen Silke Kraushaar (Oberhof) und Sylke Otto starten sicher in Turin. Für den dritten Platz im Olympia-Team ist Jungstar Tatjana Hüfner (beide Oberwiesenthal) klar favorisiert, zumal Niedernhuber in einer Woche in Igls ihren Platz im Weltcup für Anke Wischnewski (Oberwiesenthal) räumen muss.

Solche Sorgen haben die Olympiasieger Patric Leitner aus Königssee und Alexander Resch aus Berchtesgaden vor ihrem Heimauftritt nicht. "Es gibt ein bisschen Luft, wenn man sicher bei Olympia dabei ist", sagt Leitner: "Aber auch, wenn Turin oberste Priorität hat, vor unseren Fans wollen wir schon gewinnen."

Bundestrainer Thomas Schwab sieht in Königssee bei den Damen und Doppelsitzern gute Chancen für oberste Podestplätze. Bei den Männern seien dagegen Armin Zöggeler (Italien) und Albert Demtschenko (Russland) das Maß aller Dinge. Der Hackl Schorsch will spätestens in Turin an dieser Rangordnung noch einmal kräftig rütteln.

© SID

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