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09.01.2010

15:10 Uhr

Rodeln Weltcup

Möller knapp am ersten Sieg vorbei

Rodler David Möller hat seinen ersten Saisonsieg beim Weltcup in Winterberg knapp verpasst und hinter Armin Zöggeler und Albert Demtschenko den dritten Platz belegt.

David Möller verpasst in Winterberg den Sieg nur knapp. Foto: Bongarts/Getty Images SID

David Möller verpasst in Winterberg den Sieg nur knapp. Foto: Bongarts/Getty Images

Nachdem David Möller nur um 0,051 Sekunden am ersten Saisonsieg vorbeigerast war, hielt sich die Enttäuschung bei dem ehemaligen Rodel-Weltmeister in Grenzen. "Ich habe mich weiter gesteigert. Mit Blick auf Olympia war es ein weiterer Schritt in die richtige Richtung", sagte Möller nach dem dritten Platz beim Viessmann Weltcup in Winterberg.

Der 27-Jährige aus Sonneberg lag nach Laufbestzeit im zweiten Durchgang bei leichtem Schneefall und schwierigen Windverhältnissen knapp hinter dem italienischen Olympiasieger Armin Zöggeler und dem Russen Albert Demtschenko.

Loch enttäuscht mit Platz 17

Enttäuschend endete das Rennen im Hochsauerland hingegen für Felix Loch. Der Weltmeister aus Berchtesgaden musste sich nach einem verpatzten ersten Lauf im 1324m langen Eiskanal mit einem indiskutablen 17. Rang begnügen.

Zöggeler baute durch seinen dritten Saisonerfolg und 48. Weltcupsieg seiner glanzvollen Karriere auch die Führung im Gesamtweltcup nach sechs von acht Rennen mit 555 Punkten vor Demtschenko (464) und Möller (381) weiter aus.

Die nicht für Olympia nominierten Johannes Ludwig (Oberhof) und Jan Eichhorn (Oberhof) landeten auf den Plätzen vier und acht. Olympia-Starter Andi Langenhan (Zella-Mehlis) wurde nur Zwölfter.

Auch die Hoffnungen der deutschen Doppelsitzer auf einen Heimsieg knapp fünf Wochen vor den Olympischen Spielen in Vancouver erfüllten sich nicht. Der "Bayern-Express" mit Patric Leitner/Alexander Resch (Königssee/Berchtesgaden) fuhr nach einer Aufholjagd im zweiten Lauf immerhin vom sechsten auf den dritten Rang vor. "Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen", sagte Leitner.

Wesentlich schlechter als für die Olympiasieger von 2002 lief es für Andre Florschütz/Torsten Wustlich (Friedrichroda/Oberwiesenthal). Die Olympia-Zweiten fielen im zweiten Durchgang vom vierten auf den zwölften Platz zurück und haderten danach mit den äußeren Bedingungen. "Das war irregulär. Ich hatte im zweiten Lauf eine Windböe nach der anderen. Ich kann mir nicht erklären, wie man so einen zweiten Lauf starten kann. Ich frage mich, wofür es eine Jury gibt", so Florschütz.

Doppelsitzer kämpfen mit dem Eind

Die Windverhältnisse lagen beim italienischen Doppelsieg durch die Europameister Christian Oberstolz/Patrick Gruber vor den Weltmeistern Gerhard Plankensteiner/Oswald Haselrieder aber noch im erlaubten Rahmen. Allerdings musste auch Bundestrainer Norbert Loch einräumen: "Es gibt pikante Stellen, wo der Wind von der Seite kommt. Da kann es schon mal sein, dass der Schlitten ins Schleudern gerät." Das dritte deutsche Doppelsitzer-Duo Tobias Wendl/Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee) wurde Fünfter.

Florschütz/Wustlich behielten mit 442 Punkten knapp die Führung im Gesamtweltcup vor Oberstolz/Gruber (440) und Leitner/Resch (430).

Am Sonntag steht noch der Weltcup der Frauen und die Team-Staffel in Winterberg auf dem Programm.

© SID

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