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05.01.2011

13:43 Uhr

Rodeln Weltcup

Siegesserie von Tatjana Hüfner ist gerissen

Rodel-Olympiasiegerin Tatjana Hüfner musste den ersten Dämpfer in dieser Saison hinnehmen. Nach vier Siegen in Folge unterlag sie knapp ihrer Teamkollegin Natalie Geisenberger.

Siegesserie gerissen: Tatjana Hüfner in Königssee nur Zweite. Foto: SID Images/pixathlon SID

Siegesserie gerissen: Tatjana Hüfner in Königssee nur Zweite. Foto: SID Images/pixathlon

Gleich im ersten Rennen des neuen Jahres hat Tatjana Hüfner ihren Nimbus der Unschlagbarkeit eingebüßt. Nach vier Siegen in Folge musste sich die Rodel-Olympiasiegerin beim Weltcup in Königssee ihrer Teamkollegin Natalie Geisenberger geschlagen geben und mit dem für sie ungewohnten zweiten Platz vorlieb nehmen. Trotz einer Aufholjagd mit Bahnrekord im zweiten Lauf hatte Hüfner am Ende 0,02 Sekunden Rückstand auf die Olympiadritte aus Miesbach.

"Ich hatte gerade im ersten Durchgang zu viele kleinere Fehler gemacht. Das ärgert mich, es ist aber kein Beinbruch", sagte die Oberwiesenthalerin Hüfner, die die Gesamtwertung nach wie vor unangefochten vor Geisenberger anführt. Die 27-Jährige erklärte den für sie schwachen Start aus der Weihnachtspause mit dem Trainingsrückstand auf der für 22 Mill. Euro modernisierten ältesten Kunsteisbahn der Welt.

"Ich habe Silvester zu Hause gefeiert und konnte deswegen auf der Bahn weniger trainieren als die anderen. Sie hat sich durch die Umbauarbeiten schon etwas verändert", sagte Hüfner. In Königssee finden vom 14. bis 27. Februar die Bob- und Skeleton-Weltmeisterschaften statt.

Hüfner-Bezwingerin Geisenberger dagegen strahlte nach dem siebten Weltcuperfolg ihrer Karriere. "Das ist ein Traumstart ins neue Jahr", sagte die 22-Jährige: "Ich bin froh, dass ich zeigen konnte, dass ich nicht nur um Platz zwei mitfahren, sondern auch gewinnen kann."

Dritte wurde die Kanadierin Alex Gough (+0,459). Auf Platz vier überraschte Nachwuchshoffnung Carina Schwab (Berchtesgaden), die auf ihrer Heim-Bahn überraschend Vierte (+0,721) wurde. Die Oberwiesenthalerin Anke Wischnewski rundete als Fünfte (+0,767) das starke deutsche Mannschaftsergebnis ab.

Während Hüfners Siegesserie riss, hält die der deutschen Rodel-Asse auch im neuen Jahr an. Die deutschen Athletinnen sind im Weltcup seit nunmehr 103 Rennen ungeschlagen. Die letzte Niederlage gab es vor 13 Jahren in Königssee, als die Österreicherin Andrea Tagwerker gewann.

Am Donnerstag steht der Einzel-Wettkampf der Männer auf dem Programm. Der letzte Sieg eines deutschen Rodlers in Königssee liegt bereits neun Jahre zurück. Damals hatte Rodel-Ikone Georg Hackl, der inzwischen als Co-Trainer im deutschen Team arbeitet, triumphiert. Olympiasieger Felix Loch könnte auf seiner Heim-Bahn in Hackls Fußstapfen treten, allerdings ist der Weltcupführende Armin Zöggeler aus Italien zurzeit in Topform.

© SID

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