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02.02.2007

08:53 Uhr

Rodeln WM

Deutsche Rodler haben WM-Gold fest im Visier

Auch bei der ersten Rodel-WM der "Nach-Hackl-Ära" soll sich der Siegeszug der deutschen Equipe fortsetzen. "Möglichst viel Gold" wünscht sich Cheftrainer Thomas Schwab für die heute in Igls beginnenden Wettkämpfe.

Die Ära Georg Hackl ist Geschichte, die Aussichten der deutschen Rodler sind bei der WM in Igls dennoch gewohnt goldig. Cheftrainer Thomas Schwab hält einen kompletten Siegeszug bei den heute beginnenden Titelkämpfen für "nicht ausgeschlossen", Sportdirektor Stefan Krauß gibt eine Medaille pro Disziplin als Ziel aus: "Natürlich möglichst viel Gold." Gleich zum Auftakt in der nichtolympischen Team-Konkurrenz am Freitag sind Silke Kraushaar-Pielach und Co. Titelanwärter Nummer 1. Seit 2000 gab es fünf Erfolge in Serie.

Nagano-Olympiasiegerin Kraushaar-Pielach ist in der jungen deutschen Mannschaft nach dem Rücktritt der schwangeren Weltmeisterin Sylke Otto der einzige Altstar. Die 36-Jährige geht mit der Erwartungshaltung gelassen um: "Alle vier deutschen Frauen haben das Zeug, hier zu gewinnen. Die Favoritenrolle belastet mich nicht, das bin ich doch seit Jahren gewönnt."

Kraushaar-Pielach peilt zweites Gold an

Nur 2004 holte die Thüringerin WM-Gold, Dauerrivalin Otto schnappte ihr mehrfach große Siege weg. Auf der Olympiabahn von 1976 und bei der Heim-WM 2008 in Oberhof will sie nun den Anstrum der Jugend abwehren und auf das oberste Podest. Die letzte deutsche WM-Niederlage gab es vor 14 Jahren in Calgary durch die Italienerin Gerda Weissensteiner.

Bei den Männern verkürzte David Möller seit dem enttäuschenden fünften Olympiaplatz den Abstand zur Weltspitze und feierte in diesem Winter bereits zwei Siege. "Das wird sehr eng, diese Bahn erlaubt keine Fehler", meinte der 25-Jährige aus Schalkau: "Ich muss meinen Startvorteil ausnutzen und zwei gute Läufe runterbringen."

Der Weltmeister von 2004 ist auf der Olympiabahn von 1976 größter Rivale des zweimaligen Olympiasiegers und Titelverteidigers Armin Zöggeler aus Italien. Der Olympiazweite Albert Demtschenko (Russland) meldete sich drei Wochen nach einem Fersenbruch dank "Wunderheiler" Mohamed Khalifa, der auch schon Boris Becker behandelte, überraschend zurück.

Zuverlässig sammelte das Doppel Patric Leitner/Alexander Resch seit 1999 drei WM-Titel und zwei Medaillen ein. Lediglich die Hoffnungen auf einen zweiten Olympiasieg nach 2002 erfüllten sich in Turin wegen Materialproblemen nicht. "Das war eine verkorkste Sache, wir wollen beweisen, dass es ein Ausrutscher war", sagte Resch: "Aber schon eine Medaille wäre ein Traum, schließlich sind Italiener und Österreicher mit jeweils zwei Schlitten ganz vorn dabei." Die Titelverteidiger und Olympiazweiten Andre Florschütz/Torsten Wustlich blieben zuletzt unter den Erwartungen.

© SID

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