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25.01.2008

16:41 Uhr

Rodeln WM

Rodlerin Hüfner verteidigt WM-Titel erfolgreich

Gelungener Auftakt für die deutschen Rodler bei der Heim-WM in Oberhof. In der Damen-Konkurrenz hat Tatjana Hüfner (Oberwiesenthal) ihren Titel erfolgreich verteidigen können.

Zum Auftakt der 40. Rodel-Weltmeisterschaft in Oberhof hat die Olympiadritte Tatjana Hüfner (Oberwiesenthal) ihren Titel erfolgreich verteidigt. Die 24-Jährige war nach zwei Läufen insgesamt vier Hunderstelsekunden schneller als Europameisterin Natalie Geisenberger (Miesbach). Bronze sicherte bei ihrer Abschieds-WM Lokalmatadorin Silke Kraushaar-Pielach (0,142 Sekunden zurück) vor der Ukrainerin Natalja Jakuschenko (0,289).

"Ich bin glücklich und lasse es jetzt richtig krachen", sagte die sonst zurückhaltende Oberwiesenthalerin Hüfner euphorisch: "Es war kein leichtes Unterfangen und richtig eng." Im ersten Durchgang hatte die 24-Jährige auf der 945,60 Meter langen Strecke mit elf Kurven für famose Start- und Bahnrekorde gesorgt und fast mit einer Zehntelsekunde vor Europameisterin Geisenberger (Miesbach) geführt. Im Finale vor über 5 000 Zuschauern schrumpfte der Vorsprung auf 40 Tausendstelsekunden, da die 19-Jährige die beiden Bestwerte noch toppte.

Kraushaar-Pielach patzt beim Start

"Ich wollte auf das Podest, das habe ich geschafft, mit dem Fehler vom ersten Durchgang hat man keine Chance auf Gold", sagte Kraushaar-Pielach. Die Nagano-Olympiasiegerin ärgerte sich über einen Schnitzer am Start trotz idealer Bedingungen mit Sonnenschein und Temperaturen um den Gefrierpunkt: "Ich habe die Schnauze voll." Dann überwog aber die Freude, sie winkte den jubelnden Fans mit den "Danke Silke"-Fähnchen zu und erhielt von Ehemann Michael ein Küsschen. 0,142 Sekunden fehlten zum zweiten WM-Titel nach 2004.

"Krausi" rutschte nach den Pinguinschlägen am Start beim Hinlegen mit dem Schlitten fast an die linke Bande, verlor dabei wertvolle Zeit und war schon bei Halbzeit nur Dritte. Schon im Vorjahr kostete sie ein ähnliches Malheur im Finale die sicher geglaubte Goldmedaille, damals hatte die Oberhoferin allerdings bereits Taubheitsgefühle in der später operierten Hand und war beim Abdrücken weggerutscht.

Lob von Cheftrainer Thomas Schwab

"Ein spannendes Rennen. Tatjana hat es verdient, sie hat unheimlich hart gearbeitet", sagte Cheftrainer Thomas Schwab. Der viertplatzierten Ukrainerin Natalja Jakuschenko fehlten anderthalb Zehntel zum Podest. Anke Wischnewski (Oberwiesenthal), durch Prellungen an Hand und Fuß gehandicapt, musste sich nach Platz zwei bei der letzten WM diesmal mit Platz fünf begnügen.

Die Entscheidung der Herren mit Titelverteidiger David Möller findet am Samstag (11.00 Uhr) statt. Die Doppelsitzer und die Staffel stehen für Sonntag (ab 10.00 Uhr) auf dem Programm.

© SID

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