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10.01.2008

11:34 Uhr

Rudern National

Rutschow-Stomporowski erkennt "viel Potenzial"

Die zweimalige Olympiasiegerin Katrin Rutschow-Stomporowski will die Frauen-Einer des Deutschen Ruderverbandes rechtzeitig zu Olympia in Peking wieder flott machen. "Es ist sehr viel Potenzial da", so die 32-Jährige.

Die deutschen Frauen-Einer wieder in die internationale Klasse führen - das hat sich Katrin Rutschow-Stomporowski als Ziel gesetzt. Die zweimalige Ruder-Olympiasiegerin steht seit November Bundestrainerin Jutta Lau assistierend zur Seite. Die studierte Modedesignerin will rechtzeitig zu den Olympischen Spielen in Peking den Frauen-Einer des Deutschen Ruderverbandes (DRV) wieder flott machen.

"Wir werden den Anschluss finden"

"Es ist sehr viel Potenzial da. Wir werden den Anschluss finden", sagte die 32-Jährige, die zuvor beim Seeclub Zürich zwei Jahre als Trainerin tätig war. Sie wolle vor allem ihre Erfahrungen im athletischen Bereich verstärkt einbringen und die Athletinnen mental stärken, als Neueinsteigerin der Trainer-Branche jedoch "nicht alles über den Haufen werfen. Ich versuche, die vorhandenen Leistungen zu optimieren."

Kompetenzgerangel soll es im Gespann Lau/Rutschow-Stomporowski nicht geben. "In den letzten zwei Jahren, in denen ich unter ihrer Anleitung gefahren bin, haben wir bereits konstruktiv zusammengearbeitet", meinte die gebürtige Warenerin.

"Müssen an den Erfolg glauben"

Profitieren sollen davon die beiden Potsdamerinnen Christiane Huth und Juliane Domscheit, die bei der Olympia-Qualifikation im polnischen Posen (15. bis 18. Juni) doch noch das Ticket für Peking lösen wollen. Nur im Frauen-Einer und im Leichtsgewichts-Vierer ohne Steuermann hat sich der DRV noch nicht qualifiziert. "Wir müssen an den Erfolg glauben, sonst wäre die Arbeit für die Katz. Sie können es beide nach Peking schaffen", sagte Rutschow-Stomporowski.

Die Gründe für die momentane Flaute im Einer sieht die Goldmedaillengewinnerin von Athen (Einer) und Atlanta (Doppelvierer) in der speziellen Drucksituation der Disziplin: "Das ist eine andere Geschichte als in der Mannschaft anzutreten. Man ist alleine am Start, man hat das ganze Jahr mit sich selber zu tun, und es gibt keinen, dem man die Schuld geben kann."

Rutschow-Stomporowski will parallel zu ihrer Tätigkeit in Potsdam die A- und B-Lizenz des DRV erwerben sowie eine Ausbildung zur Diplom-Trainerin an der Sporthochschule Köln beginnen. In Zukunft will sie noch mehr Verantwortung übernehmen: "Der Einer-Skull ist nur der Einstieg."

© SID

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