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09.01.2005

15:02 Uhr

Ruhetag bei Rallye Dakar

Spektakuläre Zwischenfälle auf der neunten Etappe

Nach neun strapaziösen Etappen haben die Fahrer bei der 27. Rallye Dakar am Sonntag erstmals durchatmen dürfen. Den Ruhetag beim Wüstenklassiker erlebte die Kölnerin Jutta Kleinschmidt als Gesamtdritte.

HB ATAR/MAURETANIEN. Einen Tag zuvor hatte sie im VW Race- Touareg auf dem 399 km langen neunten Teilstück durch die mauretanische Wüste von Tichit nach Atar ihren Rang gefestigt. "Unser Touareg läuft tadellos", zog die Dakar-Siegerin ein positives Zwischenfazit. Nach sieben gewerteten Prüfungen geht die Dakar- Siegerin von 2001 mit einem Rückstand von 40:26 Minuten auf den weiterhin führenden Vorjahressieger Stéphane Peterhansel (Frankreich) im Mitsubishi Pajero in die zweite Hälfte der Rallye.

Mit seinem ersten Tagessieg am Samstag reduzierte der Gesamtzweite Luc Alphand seinen Rückstand auf seinen Landsmann und Teamkollegen gering um 1:32 auf 20:01 Minuten. Nach der Rallye-Halbzeit haben nur noch Kleinschmidt, Peterhansel und Alphand Siegchancen. Die letztjährige Dakar-Fünfte Andrea Mayer (Hiemenhofen) erreichte im Mitsubishi Pick-Up den vorerst elften Platz. Die 37-Jährige hat aber einen Rückstand von bereits 8:11:29 Stunden.

Am Samstag war die 27. Auflage der Rallye Dakar wieder zum sportlichen Alltag zurückgekehrt. Doch auch auf der neunten Etappe gab es spektakuläre Zwischenfälle. Innerhalb von nur fünf Kilometern überschlugen sich die beiden vom hessischen X-Raid-Team eingesetzten BMW X5. Nasser Al Attiyah/Alain Guehennec (Katar/Belgien) und José Luis Monterde/Rafael Tornabell (Spanien) überstanden die Unfälle unverletzt.

"Wir haben beim Unfall von Nasser Al Attiyah angehalten, um zu helfen. Danach fingen wir uns zwei Reifenschäden ein und haben uns etwas verfahren. Wir mussten über steiniges Gelände zurück auf die Piste", erklärte die 42-jährige Diplomphysikerin Kleinschmidt. "Aber alles in allem sind wir sehr zufrieden."

Nach der verheerenden siebten Etappe am Donnerstag mit vielen im Sandsturm gestrandeten Teilnehmern hat sich am neunten Rallyetag die Situation einigermaßen normalisiert. Von den 463 zu Silvester in Barcelona gestarteten Fahrzeugen waren am Samstag im mauretanischen Tidjikja nur noch 296 am Start der neunten Etappe. Nach Veranstalter- Informationen fielen in Mauretanien 64 Fahrzeuge aus.

Bei den Motorrädern dominiert weiter der Seriensieger KTM mit sieben Piloten an der Spitze. Der Italiener Fabrizio Meoni, der Sieger von 2002, hat erstmals die Führung übernommen. Der 47-Jährige fuhr 2:55 Minuten auf den französischen Vorjahreszweiten Cyril Despres heraus. Zwei Sekunden zurück musste sich der bisherige Spitzenreiter Marc Coma (Spanien) auf den vierten Platz hinter dem Australier Andy Caldecott (Rückstand: 4:49 Minuten) einreihen.

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