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16.06.2014

11:09 Uhr

San Antonio Spurs gewinnen NBA

Die gallischen Krieger aus Texas

VonThilo Neumann

Die San Antonio Spurs sichern sich in der US-Basketballliga NBA ihren fünften Meistertitel. Der Erfolg über die finanzstarken Miami Heat gelingt durch eine aufopferungsvolle Mannschaftsleistung – und Gehaltsverzicht.

Tony Parker stemmt den Larry-O’Brien-Pokal in die Höhe: Die Spurs gewinnen den fünften Titel in 15 Jahren. dpa

Tony Parker stemmt den Larry-O’Brien-Pokal in die Höhe: Die Spurs gewinnen den fünften Titel in 15 Jahren.

San AntonioAm Ende stehen Tim Duncan Tränen in den Augen. Als der ansonsten so stoisch ruhige Centerspieler der San Antonio Spurs in der Nacht zum Montag den Larry-O’Brien-Pokal für den Meister der US-Basketballliga NBA in Empfang nimmt, kann er sich den kleinen Gefühlsausbruch nicht verkneifen. Erleichtert reckt der 38-Jährige die Trophäe in die Höhe unter dem Jubel der Zuschauer im AT&T-Center von San Antonio.

Mit einem 104:87-Heimerfolg über die Miami Heat, Meister von 2012 und 2013, sichern sich die Texaner ihre fünfte Meisterschaft in der stärksten Basketballliga der Welt seit 1999 – alle unter Führung ihres Starspielers Duncan. Das Endergebnis von 4:1 ist überraschend deutlich angesichts der nominellen Stärke des Gegners, der mit LeBron James den momentan weltbesten Spieler in seinen Reihen weiß. Doch das Starensemble aus Florida verzweifelte im Verlauf der Serie zunehmend an dem hocheffizienten Angriffsspiel der Spurs, die mit einer Wurfquote von 52,7 Prozent einen neuen Finals-Rekord aufstellten.

Damit nahm San Antonio erfolgreich Revanche für die Finalniederlage im Vorjahr. 2013 führten die Spurs bereits mit 3:2 Siegen und lagen auch im sechsten Spiel bis kurz vor Schluss scheinbar komfortabel in Führung, bevor sie sich doch noch geschlagen geben mussten. „Dies ist definitiv die schönste Meisterschaft für mich, speziell nach der Niederlage im letzten Jahr“, erklärte Duncan auf der Pressekonferenz im Beisein seiner zwei Kinder. „Der Trainerstab hat uns perfekt auf die Saison eingestellt und uns zu dieser Leistung angestachelt.“

Die bestbezahlten Basketball-Spieler

Quelle

Das renommierte US-amerikanische Wirtschaftsmagazin Forbes hat die Gehälter von Sportlern weltweit veröffentlicht. Die Basketballer der US-amerikanischen Profiliga NBA sind ganz oben mit dabei.

8. Platz

Dwight Howard (Houston Rockets): 25,5 Millionen US-Dollar.

7. Platz

Amar'e Stoudemire (New York Knicks): 26,7 Millionen US-Dollar.

6. Platz

Carmelo Anthony (New York Knicks): 29,4 Millionen US-Dollar.

5. Platz

Dwyane Wade (Miami Heat): 29,9 Millionen US-Dollar.

4. Platz

Kevin Durant (Oklahoma City Thunder): 31,9 Millionen US-Dollar.

3. Platz

Derrick Rose (Chicago Bulls): 36,6 Millionen US-Dollar.

2. Platz

Kobe Bryant (Los Angeles Lakers): 61,5 Millionen US-Dollar.

1. Platz

LeBron James (Miami Heat): 72.3 Millionen US-Dollar.

Duncan selbst hatte entscheidenden Anteil am Erfolg, kam auf 15,4 Punkte und 10,0 Rebounds pro Partie. Zum MVP, dem wertvollsten Spieler der Serie, wurde der erst 22-jährige Kawhi Leonard ernannt, der im fünften Spiel mit 22 Punkten zum dritten Mal in Serie bester Werfer der Spurs war.

„Das bessere Team hat gewonnen, wir haben einfach keine Mittel gegen sie gefunden“, fand Olympiasieger James lobende Worte für den neuen Titelträger. Die Niederlage befeuerte die Spekulationen um die Zukunftspläne des 29-Jährigen, der mit Miami in den letzten vier Jahren jeweils die NBA-Finals erreicht hat, dort nun aber bereits zum zweiten Mal scheiterte – nach 2011, als Dirk Nowitzki mit Dallas 4:2 gewann. James kann wie seine illustren Mitspieler Chris Bosh und Dwyane Wade von einer Ausstiegsklausel in seinem Vertrag Gebrauch machen und die Heat im Sommer verlassen. Nach eigener Aussage hat „King James“ aber noch nicht entschieden, ob er diese Option ziehen wird.

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