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22.11.2016

09:45 Uhr

Schach-WM

Karjakin landet ersten Sieg gegen Carlsen

Sergej Karjakin ist in der achten Partie der Schachweltmeisterschaft überraschend in Führung gegangen. Der Kampf gegen den norwegischen Titelverteidiger Magnus Carlsen dauerte mehr als fünf Stunden.

Dramatisch wurde es aber im Endspiel, als sich Carlsen zwei Patzer leistete, die der Herausforderer Sergej Karjakin kaltblütig ausnutzte. dpa

Sergej Karjakin

Dramatisch wurde es aber im Endspiel, als sich Carlsen zwei Patzer leistete, die der Herausforderer Sergej Karjakin kaltblütig ausnutzte.

New YorkHerausforderer Sergej Karjakin ist in der achten Partie der Schachweltmeisterschaft in den USA am Montagabend überraschend in Führung gegangen. Mit den schwarzen Figuren bezwang der Russe den norwegischen Titelverteidiger Magnus Carlsen nach 52 Zügen. Der dramatische Kampf dauerte über fünf Stunden.

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Sergej Karjakin ist Russlands große Hoffnung, nach fast zehn Jahren wieder die Schach-Weltmeisterschaft zu gewinnen. Seine Verbundenheit zum Kreml zeigt das Wunderkind offen. Sein herausragendes Können allerdings auch.

Carlsen übte nur wenig Druck aus. Karjakin kam im zunächst ruhigen Partieverlauf nicht in Gefahr und konnte alle Attacken des Champions abwehren. Dramatisch wurde es aber im Endspiel, als sich Carlsen zwei Patzer leistete, die der Russe kaltblütig ausnutzte. Im 52. Zug gab der Norweger das Spiel auf.

Es war die erste Gewinnpartie in diesem Match. Nach zwei Dritteln des Wettkampfes steht es 4,5:3,5 für Karjakin. Der Dienstag ist spielfrei, das Duell um die Schachkrone in New York wird am Mittwoch fortgesetzt. Der mit 1,1 Millionen Dollar dotierte Wettkampf geht über insgesamt 12 Partien.

Die lange Historie des Schach-Spiels

Eine lange Historie

Wahrscheinlich wurde Schach in Indien im 3. bis 6. Jahrhundert erfunden. In Europa wird es seit 1000 Jahren gespielt, gehörte zu den Rittertugenden. Die heutigen Regeln gelten seit dem 15. Jahrhundert.

Erstes internationales Turnier

Das erste internationale Turnier fand 1575 in Madrid am Hofe des König Philipps II. statt. Zu dessen Enttäuschung verlor der Spanier Ruy López de Segura. Luigi Mussini widmete dem Ereignis 300 Jahre später ein Gemälde.

Mensch-Maschine

1769 baute der österreichische Hofbeamte Wolfgang von Kempelen einen „Schachroboter“, in dem sich jedoch ein Mensch versteckte.

WM-Kampf am Eisernen Vorhang

Der WM-Kampf 1972 von Bobby Fischer und Boris SpasskiIn ging in die Annalen ein. Erstmals gewann ein Amerikaner.

Niederlage für die Menschheit

Lange Zeit galt es als unmöglich, dass Computer das Schachspiel knacken. 1997 besiegte Deep Blue den Weltmeister Gary Kasparow.

Von

dpa

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