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19.07.2012

15:50 Uhr

Schleck wehrt sich gegen Doping-Vorwurf

„Ich schwöre beim Kopf meiner Mutter"

Tour-de-France-Fahrer Fränk Schleck muss nach seinem positiven Dopingtest um seine Karriere fürchten. Sein polternder Bruder Andy streut bereits Verschwörungstheorien für den Fall, dass auch die B-Probe positiv ist.

Sein Bruder (Foto) habe keine unerlaubten Mittel genommen, beteuerte Andy Schleck in einem Interview. dpa

Sein Bruder (Foto) habe keine unerlaubten Mittel genommen, beteuerte Andy Schleck in einem Interview.

Bagnères-de-LuchonDie Schlecks verstehen die Welt nicht mehr - beziehungsweise beteuern sie dies nach dem Medikamentenbefund von Fränk bei der Tour de France eindringlich. „Wir haben nie etwas Unerlaubtes genommen, das schwöre ich beim Kopf meiner Mutter“, flehte Andy Schleck, der jüngere der beiden Radsport-Brüder, in der Luxemburger Zeitung „Le Quotidien“.

Dem Familienunternehmen Schleck, das vor einiger Zeit mit dem Ziel angetreten war, zusammen den Tour-Thron zu erobern, droht die große Pleite: Fränk riskiert vielleicht sogar sein Karriereende, Andy - immerhin Tour-Sieger 2010 am Grünen Tisch - ist ohne seinen Bruder nach allem Anschein nur die Hälfte wert.

Dopingfall bei Tour der France: Positiv getesteter Schleck vom Rennen ausgeschlossen

Dopingfall bei Tour der France

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Erster Dopingfall bei der diesjährigen Tour der France: Fränk Schleck vom Team RadioShack-Nissan wurde bei der Tour de France positiv auf eine verbotene Substanz getestet. Sein Team nahm ihn unverzüglich aus dem Rennen.

Als der erste Schock über die positive Dopingprobe auf das Diuretikum Xipamid überwunden war, gingen die beiden Schlecks zum Gegenangriff über - wobei es vor allem der verletzte Andy ist, der mit haarsträubenden Formulierungen um sich wirft. In einem ersten Interview hatte er bereits auf sein Leben und das seiner Familie geschworen, dass der Bruder keine unerlaubten Mittel genommen habe.

Fränk stehe „unter Schock“, erzählte Andy „Le Quotidien“ am Donnerstag. Der Fahrer vom Team RadioShack-Nissan geht von einer „Vergiftung“ aus, sollte auch die B-Probe am Sonntag positiv ausfallen. Eine Klage gegen Unbekannt sei schon vorbereitet. Wen er verdächtige, sagte der Luxemburger nicht - Feinde könnten sich die Brüder zuletzt bei den Zwists mit Teammanager Johan Bruyneel oder Rennstallbesitzer Flavio Becca freilich durchaus gemacht haben.

Kommentare (3)

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EinmalMehrSchluckenDannKlappts

19.07.2012, 17:05 Uhr

Ironie oder schlechter Scherz, beides möglich. Andy, der Bruder von Fränki Schleck seinerzeit als Vize, nachdem der "Gewinner" der Tour in 2010? (sie interessiert mich schon lange nicht mehr) des positiven Dopings überführt wurde, zum Tour de France Sieger erklärt. Na ja, einem Radfahrer kanns schon mal die Kette weghauen. Beim Boxen gibt es halt reinen Zweikampf, zumeist auf die Birne oder im schlimmsten Falle mal tiefer und im Fuball haben wir Herrn Blatter, der uns erklärt wie Korruption geht.

Übrigens Schwimmen, Leichtathletik, schön daß die Sportarten unisono gefördert werden, aber die Apotheke fährt unverichteter Dinge mit. Wo kämen wir dahin, das wäre eine regelrechte Arbeitsplatzvernichtung. Bescheidene Frage, warum müssen Ärzte immer noch einen Eide ablegen und von Politiker, die auf jeder Kirmes dabei sind, wollen wir nun wirklich gar nicht mehr reden. Für viele der Athleten reine pro forma Sache.

Account gelöscht!

19.07.2012, 17:33 Uhr

Drei Möglichkeiten:
1) Mama Schleck ist sowieso schon lange tot. Dann ist der Kopf auch kein Problem mehr.
2) Im Kopf von Mama Schleck ist nix drin. Dann ist er entbehrlich.
3) Im Kopf von Mama Schleck ist was drin. Dann sollte sie ab sofort einen 24-Stunden-Stahlhelm und eine goillutinesichere Halskrause tragen. Sonst wird's eng.

Oder dopt in der Radszene tatsächlich niemand???

rapag

19.07.2012, 18:17 Uhr

Es ist doch so. Die Zuschauer wollen sich doch an immer neue, immmer unglaublichere Leistungen berauschen. Die einzigen, die durch Doping einen Nachteil (gesundheitlicher Natur) haben, sind doch die Athleten selbst. Das Gejammer der Couch-Potatoes, wie schlimm doch das Doping im Ausdauer-Sport sei, widert mich an. Geht doch einfach selbst mal vor die Tür !

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