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14.01.2005

17:12 Uhr

Schwierige Aufgabe für 28-Jährige

Die zwei Seiten der Medaille

Regina Halmich verteidigt morgen ihren WM-Gürtel. Die Boxerin hat sich selbst gut vermarktet, die Frauenboxszene aber nur wenig vorangebracht.

Auf Grund ihrer Popularität als Werbeträgerin für Sport-BHS gefragt: Regina Halmich. Foto: dpa

Auf Grund ihrer Popularität als Werbeträgerin für Sport-BHS gefragt: Regina Halmich. Foto: dpa

FRANKFURT. Vorurteile kennt Regina Halmich zu Genüge. Die 28 Jahre alte Blondine ist 1991 in eine Männerdomäne eingedrungen, als sie zu boxen anfing. Ein Sport für harte Kerle, aber doch nicht für eine junge Frau, meinten viele. Als sie 1994 ihr Profidebüt gab, war Halmich weitgehend unbekannt - und blieb es trotz einer WM-Verteidigung nach der anderen. "Die Kämpfe wurden zwar schon im TV übertragen, aber es hat niemanden interessiert", erinnert sich die Karlsruherin, der erst 2001 der Durchbruch gelang.

Auslöser war aber kein grandioser Sieg über eine ebenbürtige oder gar überlegene Gegnerin, sondern ein Erfolg gegen einen Mann: Stefan Raab. Er hatte die Kämpferin in seiner Sendung herausgefordert und zog den Kürzeren. Eine Niederlage und eine gebrochene Nase für ihn - enorme Aufmerksamkeit und sprunghaft gestiegenes Sponsoreninteresse für Halmich.

Morgen ist es wieder so weit. Die Faustkämpferin vom Universum Boxstall Hamburg steigt in den Ring, um ihren WIBF-Weltmeistertitel zu verteidigen. Ihre Herausforderin Marylin Hernandez ist 20 Jahre jung und strotzt vor Selbstbewusstsein. Über ihre deutsche Kontrahentin sagt die Dominikanerin: "Sie ist eine gute Kämpferin, mir aber in allen Bereichen unterlegen." Halmich schätzt ihre Gegnerin unterdessen ein als "eine Puncherin, die weniger eine feine Technikerin" ist.

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