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05.01.2011

11:19 Uhr

Schwimmen National

Lambertz hält Samulski-Rücktritt für konsequent

Schwimm-Coach Henning Lambertz hat Verständnis für den Rücktritt von Daniela Samulski. "Richtig motiviert war sie eigentlich nur auf der Zielgeraden einer Saison", so Lambertz.

Fehlende Motivation bei Daniela Samulski. Foto: SID Images/pixathlon SID

Fehlende Motivation bei Daniela Samulski. Foto: SID Images/pixathlon

Schwimm-Trainer Henning Lambertz hält den Rücktritt der WM-Zweiten Daniela Samulski für konsequent. "Es war nur eine Frage der Zeit. Die letzten zwei Jahre mit ihr waren zäh, richtig motiviert war sie eigentlich nur auf der Zielgeraden einer Saison", sagte Samulskis langjähriger Coach dem SID: "Wenn man mehr als ein Jahrzehnt um die Wette schwimmt, dann schaltet der Kopf irgendwann ab."

Samulski und Lambertz hatten erst kürzlich ihre Zusammenarbeit beendet. Samulskis Entschluss zum Karriereende kam für Bundestrainer Dirk Lange daher alles andere als überraschend. "Das ist schade, denn sie hat über Jahre hinweg gute Leistungen gebracht. Sie wird uns als aussichtsreiche Medaillenkandidatin fehlen", sagte Lange mit Blick auf die WM im Sommer in Shanghai und Olympia 2012 in London.

Samulski wolle sich verstärkt auf ihr Studium sowie auf ihre Familie und Freunde konzentrieren, teilte sie dem Bundestrainer in einer E-Mail mit. Seit September hat die Silbermedaillengewinnerin der EM 2010 von Budapest nicht mehr trainiert.



Erfolgreich auf den kurzen Rückenstrecken

Samulski galt als sehr vielseitige Schwimmerin, ihre größten Erfolge feierte die 1,72m große Athletin auf den kurzen Rückenstrecken und als Staffelschwimmerin. Bei der WM 2009 in Rom gewann Samulski Silber über 50m Rücken und 4x100m-Freistil sowie Bronze mit der Lagenstaffel.

Doch in ihrer Karriere gab es für die Schwimmerin nicht nur Höhen. Nachdem Samulski als Teenager schon bei Olympia 2000 in Sydney mit dabei war, machte ihr der große Druck zu schaffen. Unter anderem warf sie eine Essstörung aus der Bahn. "Ich gab mich fröhlich, doch innen drin sah es stockdunkel aus." Nach zehn Monaten Auszeit vom Leistungssport und intensiver Arbeit mit einem Psychologen gewann sie ihr altes Körpergefühl wieder zurück.

© SID

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