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09.04.2006

13:21 Uhr

Schwimmen WM

Pietsch schwimmt mit Europarekord zu zweitem Titel

DSV-Schwimmerin Janine Pietsch hat am letzten Tag der 8. Kurzbahn-WM in Schanghai (China) ihren zweiten Sieg gefeiert. Die 23-Jährige siegte über 50m-Rücken und verbesserte den Europarekord auf 27,00 Sekunden.

Am letzten Tag der 8. Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Schanghai (China) ist Janine Pietsch der zweite Coup gelungen. Nach ihrem Erfolg über 100m Rücken siegte die 23-Jährige auch über die halbe Distanz und verbesserte zudem den über vier Jahre alten Europarekord der Tschechin Ilona Hlavackova um sechs Hundertstel auf 27,00 Sekunden. Auch Annika Liebs holte eine Medaille für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) und sicherte sich über 200m Freistil den dritten Rang. Bei den Herren gingen Thomas Rupprath (100m Lagen) und Helge Meeuw (200m Schmetterling) mit den Plätzen acht und sechs leer aus.

Nach dem erneuten Gold-Coup von Pietsch zog Bundestrainer Manfred Thiesmann ein zufriedenes Fazit. "Das ist ein phantastisches Ergebnis", jubelte Thiesmann und sprach von einer "fast optimalen Ausbeute". Insgesamt sammelte das kleine, aber feine DSV-Quartett in China zweimal Gold, einmal Silber sowie zweimal Bronze und übertraf damit deutlich die Erwartungen.

Pietsch schon vor dem Rennen siegessicher

Das galt insbesondere für Pietsch, die sich nach ihrem ersten internationalen Titel über 100m Rücken in der "Magnolienblüte" von Schanghai auch über die halbe Distanz mit Gold schmücken konnte. "Nach meinem Sieg bin ich ganz locker ins Rennen gegangen. Ich wusste, dass ich den Sieg und auch diese Zeit drin habe", meinte die 23-Jährige aus Ingolstadt.

Nach ihrem deutschen Rekord (27,10) im Halbfinale am Samstag zündete Pietsch noch einmal ihren Turbo. In 27,00 Sekunden verbesserte die Weltrekordlerin auf der Langbahn die über vier Jahre alte europäische Bestmarke der Tschechin Ilona Hlavackova um sechs Hundertstel und verwies die Australierin Tayliah Zimmer (27,25) sowie Lokalmatadorin Chang Gao (27,28) wie schon bei ihrem Triumph über 100m souverän auf die Plätze zwei und drei.

"Toll, dass es noch geklappt hat"

Liebs sicherte sich als Letzte aus dem DSV-Quartett Edelmetall. "Toll, dass es noch geklappt hat", freute sich die 26-Jährige aus Würzburg, die in 1:55,56 Minuten nur der Chinesin Yu Yang (1:54,94) und der Olympia-Zweite Federica Pellegrini aus Italien (1:55,15) den Vortritt lassen musste.

Für Rupprath reichte es zwei Jahre nach Silber in Indianapolis über 100m Lagen in 54,55 Sekunden nur zu Rang acht. Für den Hannoveraner war es der symptomatische Abschluss einer verkorksten Woche: Über 100m Schmetterling hatte der 29-Jährige als Vierter knapp eine Medaille verpasst. Über seine Weltrekordstrecke musste er sich mit Silber über den verlorenen Titel trösten. "Ich bin trotzdem froh, dass es zumindest zu einer Medaille gereicht hat", meinte Rupprath.

Meeuw zufrieden mit dem Abschneiden

Der Wiesbadener Meeuw ließ sich durch Rang sechs am Sonntag in 1:55,38 Minuten über 200m Schmetterling nicht die gute Laune verderben. "Meine zwei Bronzemedaillen über 50 und 100m Rücken sind viel mehr, als ich mir erträumt hätte", meinte der 21-Jährige.

Am Rande der Wettkämpfe vergab der Weltverband Fina die Kurzbahn-WM 2010 am Sonntag nach Dubai. Der DSV hatte seine Bewerbung mit Berlin im Vorfeld zurückgezogen. Die nächste WM findet in zwei Jahren in Manchester statt.

© SID

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