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02.02.2005

12:41 Uhr

Seit Januar werden Gespräche mit Wettanbietern geführt

Staatsanwaltschaft sieht Hoyzer wohl als Bandenmitglied

Die Staatsanwaltschaft Berlin sieht den im Fußball-Wettskandal geständigen Schiedsrichter Robert Hoyzer derzeit offenbar nicht als Kronzeugen, sondern als Bandenmitglied.

HB DÜSSELDORF. Dies berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (Mittwoch-Ausgabe) mit Bezugnahme auf Berliner Justizkreise. Dies könne den Fall noch einmal verändern. Denn wenn Hoyzer weiter auspacke, gefährde er womöglich seine eigenen Interessen.

Darüber hinaus berichtet die Zeitung, dass die Deutsche Fußball Liga (DFL) seit Anfang Januar mit den Wettanbietern, darunter auch Oddset, Gespräche über mögliche Risiken und Probleme geführt hat. Auslöser waren auffällige Wettmuster beim Zweitliga-Spiel FC Erzgebirge Aue - Rot-Weiß Oberhausen (2:0) am 12. Dezember 2004. Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hatte den Manipulationsverdacht zwar untersucht, das Verfahren aber eingestellt. DFL-Geschäftsführer Wilfried Straub suchte danach dennoch das Gespräch mit den Wettanbietern. "Straub hat sich nicht zufrieden gegeben mit der Einstellung des Kontrollausschuss- Verfahrens", sagte DFL-Präsident Werner Hackmann der "SZ".

DFL-Pressesprecher Tom Bender bestätigte, dass Straub Vertreter aller Wettanbieter zwischen dem 3. und 19. Januar zu Gesprächen nach Frankfurt/Main gebeten hatte. "Das ist der Fall, weil wir uns mit diesem Geschäft beschäftigen und lernen wollten, wo die Risiken liegen", sagte Bender auf dpa-Anfrage. Die Verdächtigungen im Zusammenhang mit der Partie Aue - Oberhausen seien aber nur der Auslöser, nicht Gegenstand der Gespräche gewesen.

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