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19.01.2007

13:02 Uhr

Skeleton Weltcup

Huber gewinnt Skeleton-Weltcup in Innsbruck

Anja Huber hat überraschend den Skeleton-Weltcup in Innsbruck-Igls gewonnen und ihr WM-Ticket gelöst. Die Olympia-Achte aus Berchtesgaden jubelte anschließend: "Unglaublich, davon hätte ich nicht zu träumen gewagt."

Anja Huber hat sensationell den Skeleton-Weltcup in Innsbruck-Igls gewonnen und ist damit in letzter Sekunde auf den WM-Zug aufgesprungen. Die Berchtesgadenerin fuhr bei ihrem ersten Saisoneinsatz vom neunten Platz nach dem ersten Lauf noch ganz nach vorn, wie schon vor den Olympischen Spielen in Turin erwies Huber sich als Millimeter-Frau. Damals setzte sich die 23-Jährige erst in der letzten Ausscheidung gegen Kerstin Jürgens (Winterberg) durch und feierte dann als Olympia-Achte ihren bisher größten Erfolg. In Igls war Jürgens als zweitbeste deutsche Fahrerin Sechste.

Die deutschen Herren fuhren der Konkurrenz beim Sieg des Russen Alexander Tretjakow einmal mehr hinterher. Frank Kleber (München) kam als Bester der deutschen Piloten auf Platz 14.

"Langsam schieße ich mich auf meinen neuen Schlitten ein"

"Unglaublich, davon hätte ich nicht zu träumen gewagt", kommentierte Huber den ersten Weltcup-Sieg ihrer Karriere. Die frühere Rodlerin brachte zudem der bisher überragenden Katie Uhlaender (USA) im fünften Saisonrennen mit sieben Hundertstelsekunden Vorspung die erste Niederlage bei. "Ich wusste, dass ich besser fahren kann, als ich es bisher gezeigt habe. Langsam schieße ich mich auf meinen neuen Schlitten ein", freute sich die Studentin.

"Das ist zwar ihre Lieblingsbahn, aber ich bin trotzdem total überrascht. An ihrem zweiten Lauf ist die Konkurrenz zerbrochen", meint Bundestrainer Bernhard Lehmann. Nach dem ersten Durchgang hatte Huber nur auf Rang neun gelegen. Dank ihrer Startschnelligkeit und den stetig schlechter werdenden Verhältnissen schob sich die begeisterte Kino-Gängerin letztlich doch noch an die Spitze der Konkurrenz.

Durch Hubers Sieg und dem sechsten Rang von Jürgens haben sich die deutschen Frauen nach Aussage Lehmanns einen dritten Startplatz für die WM in St. Moritz (22. bis 28. Januar) gesichert. "Ich denke, dass wir auf eine Weltcup-Siegerin nicht verzichten können", gab Lehmann der Tagesgewinnerin grünes Licht für einen Einsatz beim Saisonhöhepunkt. Neben Huber und Jürgens geht die Oberhoferin Monique Riekewald für Deutschland an den Start.

Jürgens hadert mit sich

Ex-Europameisterin Jürgens zeigte sich trotz ihrer besten Saisonplatzierung enttäuscht. "Ich habe am Start Mist gebaut, bin zu weit gelaufen und am Ende nicht zufrieden", sagte die 30-Jährige aus Winterberg. Jürgens belegt in der Weltcup-Gesamtwertung als beste Deutsche Rang zehn (191 Punkte).

Mit nun 490 Zählern liegt die US-Amerikanerin Uhlaender weiter unangefochten an der Spitze. Bei den Männern verteidigte Zach Lund (USA) das gelbe Trikot des Weltcup-Führenden durch seinen fünften Rang erfolgreich.

© SID

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