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15.01.2010

13:35 Uhr

Skeleton Weltcup

Szymkowiak fährt in St. Moritz auf Platz drei

Beim Weltcup in St. Moritz hat Kerstin Szymkowiak beim Sieg der Britin Shelley Rudman den dritten Platz belegt. Die deutschen Herren enttäuschten, Sandro Stielicke wurde Siebter.

Die deutschen Piloten um Sandro Stielicke fuhren in St. Moritz neben der Spur. Foto: Bongarts/Getty Images SID

Die deutschen Piloten um Sandro Stielicke fuhren in St. Moritz neben der Spur. Foto: Bongarts/Getty Images

Kerstin Szymkowiak hat die Ehre des deutschen Skeleton-Teams gerettet und ist beim Weltcup in St. Moritz als Dritte aufs Podium gefahren. Die deutschen Männer mussten im Schweizer Nobel-Wintersportort unterdessen vier Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele in Vancouver das schlechteste Saisonergebnis hinnehmen.

"Das Resultat ist nicht befriedigend", sagte Cheftrainer Raimund Bethge nach dem enttäuschenden Abschneiden auf der einzigen Natureisbahn der Welt. Junioren-Weltmeister Sandro Stielicke (Winterberg) fuhr als bester deutscher Pilot eine Woche vor der EM in Innsbruck-Igls auf Platz sieben. Der WM-Fünfte Michi Halilovic (Königssee) belegte Platz 17, Europameister Frank Rommel (Zella-Mehlis) musste sich mit einem indiskutablen 24. Rang unter den 28 Teilnehmern begnügen.

Nachdem der erste Lauf wegen Problemen mit der Startspur annulliert wurde, siegte der Amerikaner Eric Bernotas nach nur einem Durchgang in 1:09,15 Minuten vor dem Briten Kristan Bromley (Großbritannien/0,07 Sekunden zurück) und dem Weltcup-Führenden Martins Dukurs (Lettland/0,18).

Probleme mit der Spur

"Die Spur war nicht richtig gezogen", sagte Bundestrainer Jens Müller. Einige Schlitten wurden schon beim Start aus der Spur herausgeschoben. Müller legte daher Protest ein, andere Mannschaftsbetreuer schlossen sich an. Im Weltcup führt Dukurs vor dem abschließenden Rennen fast uneinholbar mit 1 469 Punkten vor Stielicke (1 270 Zähler) und Rommel (1 256). Die WM-Dritte Szymkowiak fuhr unterdessen zum vierten Mal in Serie aufs Podest und untermauerte ihre Medaillenambitionen für Vanvouver. Die 32-Jährige von der RSG Hochsauerland lag nach zwei Läufen 0,26 Sekunden hinter der britischen Siegerin Shelley Rudman. Platz zwei belegte die kanadische Weltcup-Führende Mellisa Hollingsworth, Weltmeisterin Marion Trott (Oberhof) landete auf Rang sieben. Im Gesamtweltcup führt Hollingsworth nach sieben von acht Rennen mit 1 446 Punkten vor Rudman (1 412) und Szymkowiak (1 364). Die dritte deutsche Weltcupstarterin, Anja Huber (Berchtesgaden), verzichtete auf eine Teilnahme. Die Ex-Weltmeisterin versucht stattdessen bei zwei Rennen des Interkontinentalcups in Calgary den dritten deutschen Platz für Olympia zu sichern. Ihren ersten Auftritt in der Liga unter dem Weltcup gewann Huber und sammelte damit wertvolle Punkte.

© SID

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