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27.01.2007

16:51 Uhr

Skeleton WM

"Oldie" Stähli holt WM-Titel im Skeleton

Mit einem Vorsprung von 1,58 Sekunden vor Verfolger Zach Lund (USA) hat sich der 38 Jahre alte Gregor Stähli (Schweiz) den WM-Titel im Skeleton gesichert. Frank Kleber aus München fuhr auf den 10. Platz.

Der Schweizer Gregor Stähli hat sich nach seinem Titelgewinn 1994 erneut den Weltmeister-Titel im Skeleton gesichert. In St. Moritz verwies der 38 Jahre alte Olympiadritte von Turin den US-amerikanischen Weltcup-Spitzenreiter Zach Lund nach vier Läufen mit 1,58 Sekunden Vorspung auf Platz zwei. Dritter wurde der Österreicher Markus Penz. Frank Kleber (München) fuhr als einziger deutscher Starter auf Platz zehn.

"Natürlich bin ich enttäuscht. Ich weiß noch nicht, ob ich nach dieser Saison weitermache", sagte Kleber und weinte. Der 25-Jährige war 4,15 Sekunden langsamer als Stähli, zum Podestplatz fehlten ihm rund zweieinhalb Sekunden. Neu-Bundestrainer Bernhard Lehmann meinte: "Wir sind bei dieser WM unter Wert geschlagen worden, das ist nicht zufriedenstellend."

Bundestrainer Lehmann: "Das war Kopfsache"

Am Donnerstag steht für Halbprofi Kleber genau wie für Monique Riekewald (Oberhof) der Team-Wettbewerb mit den Bob-Kollegen auf dem Programm. Bundestrainer Bernhard Lehmann meinte zum insgesamt schwachen Abschneiden: "Das war Kopfsache." Das galt für Kleber im doppelten Sinne, denn dieser hatte den Kopf am Start des letzten Laufes zu früh nach unten genommen und stieß in der ersten Kurve an.

Das deutsche Frauen-Trio hatte zuvor für das schlechteste Abschneiden in der Verbandsgeschichte gesorgt. Riekewald war beim Titelgewinn der US-Amerikanerin Noelle Pikus-Pace als 14. noch die Beste gewesen. Die WM 2008 findet in Altenberg statt, Ziel der jungen Mannschaft ist eine Medaille bei den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver.

Kleber, der 2004 am heimischen Königssee schon einmal WM-Bronze geholt hatte, stellte im dritten Durchgang noch einen persönlichen Geschwindigkeitsrekord auf. Mit 135,8 Kilometer pro Stunde raste er durch die Natureisrinne. Da lag er knapp eine Sekunde hinter Bronze. Das Material sei keinesfalls verantwortlich für den Abstand zur Weltspitze, meinte er: "Ich habe ein Top-Gerät."

© SID

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