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03.03.2006

12:02 Uhr

Ski alpin Weltcup

Drei Siegerinnen beim Super-G in Hafjell

Auch nach ihrem Olympia-Sieg in Turin bleibt Michaela Dorfmeister erfolgreich. Beim Super-G-Rennen auf der Olympia-Piste von 1994 in Hafjell musste sie sich den Sieg allerdings mit zwei Kontrahentinnen teilen.

Michaela Dorfmeister hat ihren Erfolg bei den Olympischen Winterspielen in Turin auf der Piste von San Sicario nun auch auf der Olympia-Piste von 1994 in Hafjell bestätigt. Bei ihrem 25. Weltcup-Trumph musste sie sich den Super-G-Sieg allerdings mit Lindsey Kildow (USA) und Nadia Styger (Schweiz) teilen. Alle Drei absolvierten die Strecke Kringelasen jeweils in 1:18,65 Minuten und komplettierten damit das erst zweite "Triple" in der Geschichte des alpinen Ski-Weltcup.

Beim Riesenslalom 2002 in Sölden gewannen zeitgleich Tina Maze aus Slowenien, die Österreicherin Nicole Hosp und Andrine Flemmen (Norwegen). Petra Haltmayr (Rettenberg), bei Olympia Neunte, kam in 1:19,15 Minuten als beste Deutsche auf einen guten zehnten Platz, Martina Ertl-Renz (Lenggries) wurde in 1:19,24 Minuten 13.

Dorfmeisters Lächeln am breitesten

Am breitesten fiel jedoch das Lächeln von Michaela Dorfmeister aus. Nach Gold in Abfahrt und Super-G in Turin und dem Gewinn des Abfahrtsweltcups in Cortina d´Ampezzo sicherte sich die 32-Jährige nun auch die kleine Kristallkugel für die beste Super-G-Fahrerin des Winters. Mit 546 Punkten liegt "Dorfi" nach sieben von acht Rennen uneinholbar vor ihrer Teamkameradin Alexandra Meissnitzer (406), die in Hafjell nur 22. wurde. "Wahnsinn! Es ist meine letzte Saison - aber ich schreibe in jedem Rennen Geschichte", jubelte sie: "Hoffentlich ist auf dem Stockerl genug Platz."

Dorfmeister, die im Gesamtweltcup mit nun 1 162 Punkten auf Rang zwei hinter Janica Kostelic (1 400) vorrückte, hatte sich mit Nummer 30 als letzte der Favoritinnen auf die Piste Kringelasen gestürzt. Nach den ersten Zwischenzeiten lag sie beinahe aussichtslos zurück, ehe sie das "Triple" auf dem Sieger-Podium in 1:18,65 Minuten doch noch komplettierte.

Top Acht trennen nur 0,12 Sekunden

Während vor dreieinhalb Jahren 1,24 Sekunden zwischen Platz eins und zehn lagen, trennten die Top Acht in Hafjell gerade einmal 0,12 Sekunden. Petra Haltmayr (Rettenberg) fehlten auf Rang zehn lediglich 0,50 Sekunden zur Bestzeit. "Im Mittelteil habe ich die Einfahrt ein bisschen verpennt, das hat Zeit gekostet", haderte die Olympia-Neunte mit ihrer Fahrt. Für Martina Ertl-Renz (Lenggries) wäre ebenfalls eine bessere Platzierung möglich gewesen. "Aber ich habe eine Welle übersehen, das hat mich ein bisschen Zeit gekostet", sagte die 30-Jährige nach ihrem 421. Weltcup-Rennen.

Trotzdem sei sie zufrieden, ergänzte Ertl-Renz, die in 1:19,24 Minuten auch nur 0,59 Sekunden hinter dem Spitzen-Trio lag: "Das war eine etwas bessere Super-G-Leistung als zuletzt. Deshalb sehe ich das Ergebnis positiv." Bei der Super-Kombination am Samstag und dem Riesenslalom am Sonntag auf der Strecke, auf der sie 1994 Silber bei den Winterspielen gewonnen hatte, wolle sie "noch einmal angreifen".

Ihre Hoffnungen auf eine bessere Platzierung vertagen mussten auch die drei weiteren deutschen Starterinnen, von denen keine in die Punkte-Ränge fuhr. Als beste des jungen Trios kam Fanny Chmelar (Partenkirchen) auf Platz 35. Stefanie Stemmer (Rottach-Egern) wurde 48., Kathrin Hölzl (Bischofswiesen) 51.

© SID

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