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20.01.2007

11:48 Uhr

Ski alpin Weltcup

Götschl feiert in Cortina ihren 42. Weltcup-Sieg

Renate Götschl aus Österreich hat die alpine Weltcup-Abfahrt der Frauen im italienischen Cortina d´Ampezzo gewonnen. Die 31-Jährige verwies bei ihrem 42. Weltcup-Sieg Julia Mancuso (USA) auf den zweiten Platz.

Die Österreicherin Renate Götschl hat die alpine Weltcup-Abfahrt der Frauen im italiensichen Cortina d´Ampezzo für sich entschieden. Hinter der 31-Jährigen, die auf der Piste "Olympia delle Tofana" ihren 42. Weltcup-Erfolg und den zehnten in Cortina feierte, landeten die US-Amerikanerin Julia Mancuso (0,17 Sekunden zurück) und die Französin Marie Marchand-Arvier (0,60).

Maria Riesch aus Partenkirchen belegte mit einem Rückstand von 1,76 Sekunden Rang 20. Gina Stechert (Oberstdorf/2,39) fuhr als 30. noch knapp in die Punkteränge, die Petra Haltmayr (Rettenberg/2,47) auf Rang 33 verpasste.

Befreiungsschlag bleibt aus

"Der erhoffte Monsterschritt war das aber nicht", stellte Riesch nach dem Rennen fest. Entsprechend ratlos stand auch Mathias Berthold an der Piste. Nach dem Super-G an gleicher Stelle am Freitag hatte der Damen-Cheftrainer noch an einen Aufwärtstrend geglaubt. Maria Riesch als 14. und vor allem Petra Haltmayr als Zehnte hatten den Coach überzeugt. "Gott sei Dank scheinen wir das Tief endlich überwunden zu haben", meinte Berthold - ehe es erneut einen Rückschlag gab.

Die Rettenbergerin Haltmayr fuhr 24 Stunden, nachdem sie sich als siebte Deutsche für die WM in Are/Schweden (3. bis 18. Februar) qualifiziert hatte, auf den indiskutablen 33. Platz. Kommentieren wollte sie ihre fehlerhafte Fahrt, die fast mit einem Sturz geendet hätte, nicht. Noch schlechter lief es für die Vierte im deutschen Quartett, Stefanie Stemmer (Rottach-Egern). Nach einem Fahrfehler schwang sie völlig verunsichert ab. "Das war ihr letztes Rennen", sagte Berthold hernach: "Ihre Leistungen reichen nicht aus."

Nur Hölzl und Gerg mit Chancen auf Edelmetall

Das gilt zwei Wochen vor der WM für allzu viele Athletinnen des Deutschen Skiverbandes (DSV). Mit Kathrin Hölzl (Bischofswiesen) und Annemarie Gerg (Lenggries) haben die Alpinen nur zwei Damen, die bei den Titelkämpfen in Reichweite einer Medaille fahren können. Hölzl hofft am Sonntag beim abschließenden Riesenslalom auf das dritte Top-Acht-Ergebnis dieses Winters. "Wir wussten schon vor der Saison, dass wir eine Umbruchphase erleben werden", sagte Berthold. Dass er sich aber über zehnte und 14. Plätze freuen würde, "hätte ich vor Monaten auch nicht gedacht", meinte er.

Das schlechte Abschneiden vor allem des Speed-Teams hatte Alpindirektor Wolfgang Maier vor den Rennen zum Anlass genommen, seine Schützlinge öffentlich zu kritisieren. Von "vollen Hosen" und "Psycho-Hysterie" war da die Rede. Die Coaches nahm der frühere Damen-Chef dagegen in Schutz: "Ich stehe voll hinter den Trainern."

Dennoch: Bis zur WM bleibt für Berthold und Co. noch einiges zu tun. Maria Riesch soll sich bei der leichten Abfahrt in San Sicario am kommenden Wochenende die letzte Sicherheit holen. "Skifahrerisch ist sie schon wieder brutal gut", sagte Berthold nach der Abfahrt, "doch sie zieht wegen ihrer Verletzungen oft noch im entscheidenden Moment zurück". Auch Riesch meinte, sie fahre "noch zu passiv". Doch nach den Plätzen 26, 28 und 26 bei den jüngsten Schussfahrten habe sie "einen weiteren kleinen Schritt nach vorne gemacht".

© SID

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