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19.01.2007

15:10 Uhr

Ski alpin Weltcup

Haltmayr schafft in Cortina WM-Qualifikation

Ski-Rennläuferin Petra Hatlmayr hat beim Super-G im italienischen Cortina d´Ampezzo mit Rang zehn die Qualifikation für die WM im schwedischen Are geschafft. Es gewann die US-Amerikanerin Julia Mancuso.

Viel zu viel Regen und eine Verzögerung nach der anderen, doch am Ende eines langen Tages strahlten Maria Riesch und Petra Haltmayr in Cortina d´Ampezzo um die Wette. Zwei Wochen vor der alpinen Ski-WM haben die beiden Sorgenkinder des Deutschen Skiverbandes (DSV) beim Super-G in den italienischen Dolomiten wieder überzeugt. Während sich Haltmayr mit Platz zehn für die Titelkämpfe im Februar qualifizierte, zeigte auch Riesch beim Sieg der US-Amerikanerin Julia Mancuso als 14. aufsteigende Form.

"Ich bin sehr erleichtert, weil ich endlich mal wieder richtig Ski gefahren bin", sagte Haltmayr, die das WM-Ticket als siebte Deutsche löste. Die Rettenbergerin, bei Olympia 2006 als Sechste in der Abfahrt noch beste DSV-Starterin, hatte sich zuletzt vorwerfen lassen müssen, aus ihrem durchaus vorhandenen Potenzial zu wenig zu machen. "Entweder sie kommt in die Gänge, oder wir lassen es", hatte Alpinchef Wolfgang Maier noch am Donnerstag via Bild gedroht.

Start viermal verschoben

Zunächst schien es allerdings, als würde Haltmayrs Antwort ausbleiben müssen. Aufgrund starken Regens wurde der für 10.30 Uhr geplante Start viermal auf letztlich 14.00 Uhr verschoben. Als Haltmayr dann mit Nummer elf ins Rennen ging, nahm sie sich die harschen Worte ihres Chefs zu Herzen - und fuhr mit einem neuen Skischuh zurück in die Weltspitze.

Viel entschlossener und mutiger als am vergangenen Wochenende, als sie die Abfahrt in Zauchensee/Österreich als 50. beendet hatte, fuhr Haltmayr auf der Olympia delle Tofane zu Tal. "Die Kritik war berechtigt", meinte die 31-Jährige nach ihrer gelungenen Fahrt und fügte vergnügt an: "Ich habe allen bewiesen, dass ich es noch nicht verlernt habe."

Riesch: "Ich hatte keine Angst mehr beim Rennen"

In 1:17,18 Minuten lag Haltmayr 0,93 Sekunden hinter Mancuso, die ihren dritten Weltcup-Sieg vor Nicole Hosp und Renate Götschl (Beide Österreich) feierte. Riesch lag in 1:17,43 Minuten ebenfalls in Schlagdistanz zur Spitze - und musste sich trotz des positiven Resultats noch ein bisschen grämen: Aufgrund eines schweren Fehlers im mittleren Streckenabschnitt vergab sie den Sprung in die Top 6. "Ich ärgere mich extrem", meinte die Partenkirchnerin, "aber es überwiegt die Freude darüber, dass es weiter aufwärts geht."

Auch Riesch hatte in den vergangenen Wochen mit enttäuschenden Fahrten zu kämpfen. Das gute Ergebnis von Cortina war für sie deshalb "ein Traum". Zumal sie sich bei nicht optimalen Sichtverhältnissen auf der Olympia-Piste von 1956 überwinden musste - und genau das war Riesch zuletzt schwer gefallen. Ihre wichtigste Erkenntnis lautete deshalb: "Ich hatte keine Angst mehr beim Rennen. Darüber bin ich sehr froh." Sicher auch, weil Maier - wohl auch mit Blick auf Riesch - gedroht hatte: "Wer Angst hat, muss aufhören."

Es besteht durchaus Hoffnung auf weitere Verbesserungen bei der Abfahrt am Samstag und dem Riesenslalom am Sonntag. "Bevor ich die schlimmen Verletzungen hatte, bin ich Ende Januar immer in Bestform gekommen", meinte Riesch. Dass das auch in diesem Winter wieder der Fall sein könnte, dafür gab es beim Super-G genügend Indizien.

© SID

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