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06.01.2007

10:45 Uhr

Ski alpin Weltcup

Hosp siegt in Kranjska Gora, Hölzl gute Vierte

Beim Weltcup-Riesenslalom im slowenischen Kranjska Gora hat die Österreicherin Nicole Hosp einen Sieg eingefahren. Eine hervorragende Leistung lieferte auch Kathrin Hölzl ab, die als beste Deutsche auf Rang vier landete.

Die Österreicherin Nicole Hosp hat den Weltcup-Riesenslalom im slowenischen Kranjska Gora gewonnen. In einer Gesamtzeit von 2:09,85 Minuten ließ Hosp die Konkurrenz relativ deutlich hinter sich und feierte ihren insgesamt sechsten Weltcup-Sieg. Das beste Ergebnis ihrer noch jungen Karriere feierte derweil Kathrin Hölzl aus Bischofswiesen. Die 22-jährige Deutsche machte im Finale mit Bestzeit sechs Ränge gut und fand sich mit einer Gesamtzeit von 2:10,53 Minuten am Ende auf Position vier wieder.

Zweite wurde die Italienerin Nicole Gius (2:10,28) vor Tanja Poutiainen aus Finnland (2:10,42). Maria Riesch hatte als 32. des ersten Durchgangs das Finale genauso verpasst wie Fanny Chmelar (beide Partenkirchen), die 44. wurde. Carolin Fernsebner (Ramsau) schied im ersten Lauf aus - wie auch die Gesamtweltcup-Führende Marlies Schild und Kathrin Zettel (beide Österreich), die zuvor in Aspen und Semmering gewonnen hatte.

Riesch noch immer tief verunsichert

"Das war einfach nur geil", sagte die überglückliche Hölzl nach ihrem Coup. Mit Bestzeit war sie im Finale vom zehnten auf Rang vier vorgefahren und hatte sich ein Sonderlob von Cheftrainer Mathias Berthold verdient. "Das war der Lohn für ihre tolle Arbeit in der Vorbereitung. Für diese Leistung hätte sie einen Platz auf dem Podest verdient gehabt", sagte er.

Berthold wollte den starken Auftritt von Hölzl nicht überbewerten, ebenso wie das eher "enttäuschende Abschneiden der Mannschaft". "Ich werde versuchen, die anderen ein wenig aufzurichten", versprach Hölzl. Besonderen Zuspruch hat Maria Riesch nötig. Die beste deutsche Allrounderin kämpft mit den psychischen Nachwirkungen ihres zweiten Kreuzbandrisses. "Die Verletzung ist im Unterbewusstsein noch immer präsent. Deshalb traue ich mich nicht so richtig und lasse die Skier nicht laufen", sagte sie.

"Ich fahre alle Rennen"

Riesch fuhr in keinem der vergangenen zehn Rennen unter die Top 15. Das Selbstvertrauen, das sie sich mit ihrem Abfahrtssieg Anfang Dezember im amerikanischen Lake Louise holte, ist nach den jüngsten Rückschlägen kaum mehr vorhanden. Im Gegenteil: "Die Verunsicherung wird von Rennen zu Rennen größer", sagte sie, "jeder schlechte Lauf reißt mich noch weiter nach unten". Eine Wettkampfpause will die 22-Jährige nicht einlegen: "Ich fahre bis zur WM alle Rennen."

Berthold trägt diese Entscheidung mit und meinte, "dass sie sich nicht beirren lassen sollte. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es wieder klappt. Wir werden uns den Hintern aufreißen, bis sie wieder nach vorne fährt."

Der DSV darf bereits am Sonntag auf Besserung hoffen: Beim sechsten Slalom der Saison rechnen sich Annemarie Gerg (Lenggries) und Monika Bergmann-Schmuderer aus Lam Chancen auf eine Top-Platzierung aus.

© SID

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