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16.01.2009

14:36 Uhr

Ski alpin Weltcup

Janka landet Heimsieg in Wengen

Bei der Super-Kombination in Wengen hat Carlo Janka den Sieg gefeiert. Nach Abfahrt und Slalom lag der Schweizer vor Peter Fill aus Italien und seinem Landsmann Silvan Zurbriggen.

Carlo Janka. Foto: Bongarts/Getty Images SID

Carlo Janka. Foto: Bongarts/Getty Images

Zweieinhalb Wochen vor Beginn der alpinen Ski-WM hat die Ski-Nation Schweiz einen neuen Shootingstar. Der erst 22 Jahre alte Carlo Janka düpierte bei der Super-Kombination in Wengen die versammelte Weltelite und fuhr vor tausenden begeisterten Fans überraschend zu seinem zweiten Weltcup-Sieg. Die deutschen Athleten spielten am traditionsreichen Lauberhorn dagegen erwartungsgemäß nur eine Nebenrolle.

Während Andreas Strodl aus Partenkirchen immerhin ins Ziel kam, als 34. jedoch die Punkteränge verpasste, schied Hannes Wagner aus Hindelang bereits in der Abfahrt aus. Alpindirektor Wolfgang Maier war dennoch zufrieden. "Wir haben nicht erwartet, dass einer in die Top 15 fährt. Die beiden haben sich achtbar geschlagen, beide haben eine gute Perspektive", sagte er.

Vom Nobody zum Medaillenanwärter

Auch Jankas Zukunft scheint rosig. Vor Saisonbeginn war er noch ein fast unbeschriebenes Blatt, nun hat er schon zwei Siege auf dem Konto und fährt als Medaillenkandidat zu den Titelkämpfen nach Val d'Isere (3. bis 15. Februar). Janka profitierte bei seinem erst 36. Weltcup-Start jedoch auch von der Schwäche seines Landsmanns Daniel Albrecht. Der Kombinations-Weltmeister war als Abfahrtsschnellster ins Finale gegangen, verspielte im Slalom-Lauf aber seinen Vorsprung von fast sieben Zehntelsekunden auf Janka und wurde nur Sechster.

"Wenn Daniel normal gefahren wäre, hätte ich hier niemals eine Chance gehabt. Mit dem Sieg konnte ich sicher nicht rechnen, das ist sehr überraschend für mich", sagte Janka deshalb. Ihm selbst glückte im Slalom die zehntbeste Laufzeit, am Ende lag er in 2:34,16 Minuten 0,22 Sekunden vor Peter Fill (Italien). Dritter wurde der Schweizer Silvan Zurbriggen (0,40 Sekunden zurück).

Im Gesamtweltcup bleibt Benjamin Raich vorne. Der Österreicher hat nach seinem siebten Platz 593 Punkte auf dem Konto, Zweiter ist der Franzose Jean-Baptiste Grange (536) vor dem Norweger Aksel Lund Svindal (502). In der Disziplinwertung kam Janka bis auf vier Punkte an den führenden Raich heran.

Die deutschen Athleten spielen in keiner dieser Wertungen eine nennenswerte Rolle. Für Strodl und Wagner ging es in Wengen darum, Erfahrungen zu sammeln. "Der junge Mann muss noch einiges lernen", sagte Maier über Strodl. Gleichwohl sieht der Chef in dem 21-Jährigen ein vielversprechendes Talent: "Wir wollen mit ihm einen Kombinierer aufbauen." Auch für Wagner, der im Ziel-S ein Tor verpasste, hatte Maier Trost. Der 22-Jährige habe "ein gutes Rennen" gezeigt.

Am Samstag steht in Wengen die Abfahrt auf dem Programm, tags darauf will Felix Neureuther im Slalom um die Top-Ränge mitfahren.

© SID

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