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14.01.2011

15:10 Uhr

Ski alpin Weltcup

Kostelic gewinnt Super-Kombi, Keppler scheidet aus

Ivica Kostelic aus Kroatien hat die Weltcup-Superkombination in Wengen gewonnen und seine Führung im Gesamt-Weltcup ausgebaut. Stephan Keppler schied zu Beginn des Slaloms aus.

Stephan Keppler scheidet in Wengen aus. Foto: SID Images/AFP/Olivier Morin SID

Stephan Keppler scheidet in Wengen aus. Foto: SID Images/AFP/Olivier Morin

Strahlender Sieger, skeptische Beobachter: Der Sieg des Kroaten Ivica Kostelic bei der ersten Weltcup-Superkombination im WM-Winter wurde überlagert von der Diskussion um den Sinn der Disziplin. Nachdem einige Fahrer den Abfahrtslauf in Wengen als Training für die Spezial-Abfahrt am Samstag (12.30 Uhr) genutzt hatten und sich der Schweizer Didier Cuche sogar absichtlich disqualifizieren ließ, wurden die Rufe nach neuen Regeln für die ohnehin umstrittene Superkombination immer lauter.

"Die Superkombination ist eine Sache für sich und im Fahrerlager nicht gerade beliebt", sagte Stephan Keppler (Ebingen), der auf Platz sieben ligend zwar noch im Slalom an den Start gegangen war, allerdings früh ausschied. Im Zuge der Diskussionen wurde sogar über die Option gesprochen, ab dem kommenden Winter nur noch die Fahrer in der Abfahrt starten zu lassen, die auch in der Superkombination den zweiten Lauf bestreiten.

Cuche, der den Stein am Lauberhorn ins Rollen gebracht hatte, nachdem er beim Abfahrtslauf absichtlich zu spät aus dem Starthäuschen gefahren war, versuchte noch, sich zu rechtfertigen: "Ich war noch nie Fan des Superkombination", sagte der 36-Jährige, der damit zahlreichen Kollegen aus der Seele sprach. Von insgesamt 60 Fahrern in der Abfahrt waren im Slalom lediglich mehr 39 an den Start gegangen.

Kostelic baut Weltcup-Führung aus

Unbeeindruckt von den Querelen abseits der Piste fuhr Kostelic bei frühlingshaften Temperaturen auf dem traditionsreichen Hang im Berner Oberland zu seinem 14. Weltcup-Sieg und konnte auch seine Führung im Gesamt-Weltcup weiter ausbauen. Der 31-Jährige hatte am Ende 0,58 Sekunden Vorsprung auf den zweitplatzierten Schweizer Carlo Janka und liegt im Gesamt-Klassement nun 109 Punkte hinter Aksel Lund Svindal (Norwegen), der am Lauberhorn auf den dritten Platz kam (1,34 Sekunden zurück).

"Es ist unglaublich, wie der fährt", musste auch Keppler zugeben, nachdem Kostelic im Slalom über eine halbe Sekunde schneller war als die Konkurrenz. Zwar konnte Keppler keine Weltcup-Punkte sammeln, war aber mit dem Tag trotzdem zufrieden: "Das Ergebnis ist egal, es ging darum, Selbstbewusstsein für die Abfahrt zu sammeln", sagte der 27-Jährige, der mit Platz zwei beim Super-G in Gröden und zuletzt weiter guten Platzierungen in den Speed-Disziplinen auf sich aufmerksam gemacht hatte.

Fehler kosten Keppler wertvolle Zeit

Rund vier Wochen vor der Heim-WM in Garmisch-Partenkirchen (7. bis 20. Febuar) hatte Keppler zumindest in der Abfahrt erneut seine Ambitionen unterstrichen. Trotz zweier großer Schnitzer lag er im Zwischenklassement nur 1,34 Sekunden hinter dem Abfahrts-Schnellsten Christof Innerhofer (Italien) auf Platz sieben. Ohne die Fehler sei "sogar noch eine Sekunde mehr und damit das Treppchen drin gewesen", sagte Keppler, dessen Ansprüche auf eine WM-Medaille immer größer werden.

"Wenn ich die kleinen Fehler noch abstelle, ist das sehr realistisch", sagte Keppler. Zunächst wolle er sich aber auf die Abfahrt am Samstag konzentrieren. Nach zwei Top-Ten-Ergebnissen in diesem Winter will der Ebinger noch weiter nach vorne: "Dafür brauche ich aber Glück mit der Startnummer."

© SID

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