Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

25.01.2009

14:36 Uhr

Ski alpin Weltcup

Lizeroux siegt vor Grange, Neureuther stürzt

Beim Weltcup-Slalom in Kitzbühel gewann der Franzose Julien Lizeroux vor seinem Landsmann Jean-Baptiste Grange. Felix Neureuther schied nach einem Sturz im zweiten Lauf aus.

Der Franzose Julien Lizeroux gewinnt den Slalom Weltcup in Kitzbühel. Foto: Bongarts/Getty Images SID

Der Franzose Julien Lizeroux gewinnt den Slalom Weltcup in Kitzbühel. Foto: Bongarts/Getty Images

Felix Neureuther befindet sich eine Woche vor dem Beginn der alpinen Ski-Weltmeisterschaften weiter auf der Suche nach seiner Form. Beim Slalom-Klassiker in Kitzbühel schied der 24 Jahre alte Partenkirchener im zweiten Lauf aus und verpasste damit die gute Gelegenheit, sich in einem Winter voller Höhen und Tiefen wieder mal ein wenig Selbstvertrauen zu holen.

Fast auf den Tag genau 30 Jahre, nachdem sein Vater Christian auf dem Ganslernhang zum letzten seiner sechs Weltcupsiege geweldet war, blieb Felix Neureuther im sechsten Saison-Slalom zum vierten Mal ohne Weltcuppunkte. Nach Rang neun im ersten Lauf fädelte er im Finale nach Zwischenbestzeit an einer Torstange ein. "Da könnte man sich schon in den Hintern beißen", sagte er.

Keine Punkte in Levi und Alta Badia, die Ränge 20 und drei in Zagreb und Adelboden, nun in Wengen und Kitzbühel jeweils im zweiten Durchgang ausgeschieden. "Dieser Slalom hier ist ein Spiegelbild der ganzen Saison", stellte Neureuther betrübt fest, sprich: Die große Konstanz aus der letzten Saison, als er in elf Rennen auch elfmal in die Punkte fuhr, ist dahin.

Am Dienstag schon will es Neureuther wieder besser machen. In Schladming folgt dann Saison-Slalom Nummer sieben, und am kommenden Sonntag das Heimrennen am Gudiberg in Garmisch-Partenkirchen. Ein bisschen Zeit bleibt noch, um sich für das WM-Rennen am 15. Februar in Form zu bringen. "Wenn ich bei der WM eine Medaille gewinnen, ist das Ganze hier vergessen", sagte er in Kitzbühel tapfer lächelnd.

Nicht nur Neureuther hatte Grund zum Jammern. Von Stürzen im zweiten Lauf blieben vor allem die favorisierten Österreicher nicht verschont. Der zunächst führende Reinfried Herbst, Sieger in Wengen eine Woche zuvor, schied als letzter Starter im Finale ebenso aus wie zuvor bereits Manfred Pranger (zunächst 4.) und Weltmeister Mario Matt (5.).

Premieren-Sieg für Lizeroux

Am Ende des von Stürzen geprägten zweiten Laufs gewann der Franzose Julien Lizeroux sein erstes Weltcup-Rennen vor Landsmann und Vorjahressieger Jean-Baptiste Grange (0,08 Sekunden zurück) und Patrick Thaler aus Italien (0,67). Silvan Zurbriggen aus der Schweiz belegte Rang eins in der klassischen Hahnenkamm-Kombinationswertung vor Ivica Kostelic aus Kroatien, der damit im Gesamtweltcup mit 15 Punkten Vorsprung die Führung vor Benjamin Raich (Österreich) übernahm. Lizeroux erhielt 70 000 Euro Preisgeld, Zurbriggen 40 000.

Neben Neureuther ist auch der zweite deutsche Slalom-Fahrer auf der Suche nach der WM-Form. Stefan Kogle, Junioren-Weltmeister von 2001, hatte sich über den Europacup ein persönliches Startrecht für den Weltcup erkämpft und zu Beginn der Saison mit den Rängen 16 und 18 einen guten Einstand. Seitdem kam der 27-Jährige nicht mehr ins Ziel - auch nicht in Kitzbühel, wo im ersten Lauf Schluss war.

"Die Rennen am Anfang der Saison waren auf der sicheren Seite, jetzt will ich ans Limit gehen, um mal weiter nach vorne zu kommen", erklärte der hoch aufgeschossene Kogler seine Entwicklung. Geklappt hat das noch nicht, zur WM wird er aber wohl mitfahren, auch wenn er die Vorgaben (zweimal im Weltcup unter die ersten 15 oder einmal unter die ersten Acht) bisher nicht erfüllt hat.

© SID

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf "Zum Home-Bildschirm"

Auf tippen, dann "Zum Startbildschirm hinzu".

×