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20.01.2008

09:42 Uhr

Ski alpin Weltcup

Macartney nach Schädel-Hirn-Trauma ansprechbar

Nach seinem schweren Sturz bei der Weltcup-Abfahrt in Kitzbühel war Scott Macartney am Sonntag bereits wieder ansprechbar. Der US-Amerikaner hatte sich ein "isoliertes Schädel-Hirn-Trauma" zugezogen.

Scott Macartney (USA) hat bei seinem schweren Sturz bei der Weltcup-Abfahrt in Kitzbühel wohl noch einmal Glück gehabt. Am Sonntag, einen Tag nach dem Unfall an seinem 30. Geburtstag, war er bereits wieder ansprechbar. Er habe sogar schon die Fernsehbilder von seinem Sturz gesehen und sie mit seinem Cheftrainer analysiert. Das berichtete der Österreichische Rundfunk (ORF) am Sonntagmorgen auf seiner Internetseite.

Weltcup-Routinier Macartney war am Samstagnachmittag von Kitzbühel nach Innsbruck gebracht worden. Die Ärzte hatten bei ihm ein "isoliertes Schädel-Hirn-Trauma" festgestellt und hielten ihn zunächst in einem künstlichen Koma, aus dem er dann in der Nacht auf Sonntag aufgeweckt wurde. Weitere Verletzungen oder Brüche wurden bei dem Abfahrtsspezialisten, dessen Helm beim Aufprall auf die Piste zerrissen wurde, nicht festgestellt.

Vor allem wegen starker Hautabschürfungen muss Macartney noch einige Tage im Krankenhaus bleiben, ansonsten, sagte der zuständige Arzt Prof. Dr. Erich Schmutzhard, "sieht es sehr günstig für ihn aus". Bleibende Schäden seien nicht zu erwarten. "Mir geht es besser und besser", sagte Macartney selbst am Sonntag in einem Interview des Österreichischen Fernsehens ORF. An seine Fahrt bis zum Sturz habe er Erinnerungen, danach "fehlt mir der Tag".

Der furchterregende Sturz des US-Amerikaners bei Tempo 141 hatte zunächst Schlimmeres befürchten lassen. Macartney hatte am Zielsprung der berühmt-berüchtigten "Streif" die Kontrolle verloren und war zum allgemeinen Entsetzen regungslos auf der Strecke liegen geblieben. "Ein Fahrfehler, er saß vor dem Sprung zu weit hinten", sagte der deutsche Doppel-Olympiasieger Markus Wasmeier über die Ursache für den Sturz.

© SID

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