Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.01.2007

21:44 Uhr

Ski alpin Weltcup

Raich feiert Heimsieg in Schladming

Der Österreicher Benjamin Raich hat den Weltcup-Slalom vor heimischem Publikum in Schladming gewonnen. Raich verwies den zuletzt zweimal siegreichen Schweden Jens Byggmark und seinen Landsmann Mario Matt auf die Plätze.

Lokalmatador Benjamin Raich hat vor knapp 45 000 Zuschauern den Weltcup-Nachtslalm auf der Planai in Schladming gewonnen. Bei seinem 26. Weltcup-Sieg, dem dritten in diesem Winter, war der 28-Jährige in einer Gesamtzeit von 1:42,55 Minuten 0,38 Sekunden schneller als der Schwede Jens Byggmark, der die beiden Torläufe am vergangenen Wochenende in Kitzbühel gewonnen hatte. Dritter wurde Mario Matt (Österreich). Der Norweger Aksel Lund Svindal verteidigte als 13. seine Gesamt-Weltcup-Führung.

Die Slalom-Asse des Deutschen Skiverbandes (DSV) haben die Generalprobe für die WM in Are gründlich verpatzt. Beim Nachttorlauf im österreichischen Schladming kam keiner der drei Deutschen ins Finale. Vier Tage vor Beginn der Titelkämpfe in Mittelschweden (3. bis 18. Februar) verabschiedeten sich Alois Vogl (Zwiesel), Felix Neureuther (Partenkirchen) und Stefan Kogler (Schliersee) nach zum Teil schweren Patzern schon im ersten Lauf. Kogler vergab damit seine letzte Chance, noch auf den Zug nach Are aufzuspringen.

Ärger bei Neureuther

"Ich hatte bis jetzt eine so gute Saison. Ausgerechnet hier und beim letzten Rennen vor der WM muss mir so etwas passieren", sagte Neureuther. Der 22 Jahre alte Partenkirchener hatte bei allen sechs Torläufen der Saison Weltcup-Punkte gesammelt und war dreimal unter die besten Sechs gefahren. Nach nur zehn Toren war Neureuthers Lauf beendet.

Dass ihm sein Malheur vor der gewaltigsten Kulisse im Ski-Zirkus passierte, fand er besonders "blöd. Ausgerechnet hier. Das ist eine Riesenparty, mit einer tollen Piste und wahnsinniger Stimmung. Und dann sowas". Warum er ausschied, konnte Neureuther gar nicht sagen: "Meine Kanten haben richtig in den Schnee gebissen - und auf einmal war ich weg."

Bei Vogl blieb ein Ski stehen

Fast bis zum Ziel hielt Kollege Vogl durch. Bei der ersten Zwischenzeit hatte er nur 0,28 Sekunden hinter Matt gelegen. "Dann ist plötzlich einer meiner Skier stehen geblieben", meinte Vogl - und weg war auch er. Für den Bayerwälder war es der fünfte Ausfall in diesem Winter. Nur zum Saisonauftakt in Levi (21.) und als Dritter am vergangenen Samstag in Kitzbühel holte er Weltcup-Punkte.

Neureuther wurde beim gleichen Rennen Sechster und verbesserte sich am Folgetag beim zweiten Torlauf an gleicher Stelle noch um einen Rang. "Wir wissen also, dass wir schnell sind", sagte er nun. Bis zum Slalom von Are, der am 17. Februar, dem vorletzten Tag der Wettbewerbe stattfindet, will er dieses Gefühl "konservieren und Schladming vergessen".

© SID

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×